Baron von Münchhausen

Unsere Bewertung

3 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Ein Platz, den ich schon oft in Anzeigen oder auf der Hansegolf gesehen hatte, war der Baron von Münchhausen Platz bei Hameln. Die “Angebote”, die man immer wieder sieht, sind keine echten Angebote, weil sie meist immer mit der Übernachtung in dem doch recht hochpreisigen Hotel neben dem Platz zusammenhängen. Diesen Sommer waren wir für ein paar Tage in Hameln und es ergab sich mal die Möglichkeit, dort zu spielen.

Die Hotelanlage befindet sich einem wunderschönen Schloss der Weserrenaissance. Man hat 2 Plätze. Den kürzeren Lucia von Reden Platz mit vielen Par 3 Löchern und den “normalen” Baron von Münchhausen Platz. Am ersten Tag spielten wir den Lucia von Reden. Dieser war ganz ok, aber nichts, wofür man eine wirklich lange Reise machen sollte. Am zweiten Tag ging es dann auf den Münchhausen Platz, für den ja eigentlich gekommen waren.

Ich hatte mich vorher kaum über den Platz erkundigt, also konnte ich vollkommen unvoreingenommen meine Runde antreten. Das Erste, was mir auffiel, war der viel zu lange Weg zum ersten Abschlag. Es ist zwar dort, wie es ist, aber mir war es zu weit. Danach wurde das erste Loch gespielt. Wirklich nichts erwähnenswertes. Breit und einfach nur geradeaus. Bis zu Loch 6 kamen, ausser dem ansprechenden Par 3 an Loch 2, meist nur nichtssagende Löcher. Ab Loch 6 wurde es dann interessanter. Es ging in den Berg.

Hier sind die Löcher interessanter. Die Bahnen im Wald sind zumeist nicht allzu lang, aber sehr herausfordernd. Einige Male hatte ich den Gedanken, dass es doch etwas unfair ist. Ein gutes Beispiel dafür ist Loch 8. Ein 310 Meter langes Par 4 mit einem Fairway kaum breiter als ein Strandtuch lang ist. Zudem ging es zum Grün bergauf quasi blind zu einem kleinen Grün. Das kann man so machen. Muss man aber nicht. Ein anderes Extrem ist Loch 12. Ein Par 5, welches mit 427 Metern nicht lang ist, aber durch das Dogleg zum Ende äusserst präzises Spiel verlangt. Sonst kann man nicht die 100 Meter bergauf zum nicht einsehbaren Grün spielen.

Ab Loch 14 geht es dann wieder zurück in den offenen Teil des Platzes. Leider ist dieser Teil, so wie der Anfang, nicht so spannend. Eigentlich geht es immer nur entlang eines großen Feldes und zum Ende an der Driving Range. Und meist immer geradeaus. Da es sehr heiß war, waren wir doch kaputt. Erst immer durch die Hitze im offenen Teil und dann klettern im Berg. Da der Weg zum Clubhaus so weit war, war ich dann froh, als ein Mitspieler mit seinem Cart uns ein kühles Bier holte.

Nach der Runde sollte man, wenn nicht dort wohnt, auf jeden Fall das Schloss ansehen. Ein wunderschönes Beispiel der Weserrenaissance. Und in dem Café gibt es wunderbaren Kuchen auf der netten Terrasse.

Fazit: Kann mal machen. Muss man aber nicht.

Website des Clubs

Gespielt am 31.07.20

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