Cornwall – Die besten Golfplätze

Die britischen Inseln haben viel zu bieten. Es gibt es sehr viel Küste, es gibt schöne Landschaften, viel Geschichte, Schlösser und Burgen und natürlich eine unzählige Anzahl an tollen Golfplätzen. All dieses geballt, aber mit besserem Wetter, gibt es in Cornwall.

Ich war schon einige Male in dieser Region und dachte mir, es wäre ganz nett meine Erfahrungen mit Golfreisen nach Cornwall hier für alle niederzuschreiben. Cornwall ist in Deutschland meist bekannt durch die Rosamunde Pilcher Filme in Fernsehen. Ich habe zwar noch keinen dieser Filme gesehen, gehe aber davon aus, dass die tolle Landschaft in Cornwall ein wichtiger Nebendarsteller sein wird. Denn diese Landschaft hat wirklich viel zu bieten.

Wanderer können den Southwest Coast Path entlangwandern, der im ganzen über 1000 km lang ist. Surfer finden an der Nordküsten viele großartige Strände zum surfen und natürlich gibt es für uns Golfer eine großer Anzahl an tollen Plätzen, die man spielen kann oder auch muss. Die meiner Meinung nach besten und lohnenswertesten Golfplätze will ich hier für Interessierte auflisten und kurz beschreiben. Beginnend mit dem südlichsten Golfplatz Englands arbeite ich mich dann im Uhrzeigersinn die Küste entlang.

Mullion Golf Club

Mullion ist der südlichste Platz des britischen Festlands. Nette Menschen und ein abwechslungsreicher Platz, der teils große Höhenunterschiede bietet. Dazu kommen an vielen Löchern großartige Blicke aufs Meer. Das Greenfee gehört zu den günstigsten in Cornwall. Das Signature Loch ist Loch 10. Ein Par 4 mit blindem Abschlag und einem Grün, welches an der Steilküste liegt.

Cape Cornwall GC

Cape Cornwall liegt etwas nördlich von Land’s End und hat ähnlich viel zu bieten wie das bekanntere Land’s End. Es ist nur nicht so überlaufen. Der Golfplatz in Cape Cornwall ist eigentlich nur wegen der Löcher 10-12 erwähnenswert. Der Rest ist nicht ganz so interessant. Aber die 3 Löcher machen viel Spaß und sind etwas besonderes. An den zwei Par 4 Löchern spielt man in Richtung Amerika und man sieht das Ziel vom Abschlag aus nicht. Loch 11 ist ein Par 3 in dem das Grün wie ein natürliches Amphitheater gebaut ist. Das ist schon was besonderes.

West Cornwall GC

West Cornwall bietet einen klassischen Linkskurs mit allem, was man sich als Golfreisender wünscht. Blinde Schläge, schnelle Grüns, Dünen und fantastische Aussichten auf die Küste und St. Ives, den interessantesten Ort in Cornwall. Hier sollte man möglichst früh spielen und nachmittags St. Ives besichtigen.

Perranporth GC

Perranporth ist der Platz, der mir am meisten Spaß gemacht hat. Vielleicht auch, weil wir während unserer Runde von Nebel überrascht wurden, der sich auf unseren zweiten Neun langsam vom Meer kommend über den Platz legte. Auch dieser Platz bietet großartige Aussichten, wenn es nicht gerade nebelig ist. Und dazu viele großartige Löcher. Wer überhaupt keine blinden Schläge mag, der sollte Perranporth nicht auf seine Playlist nehmen. Alle andere werden sehr viel Freude haben.

Newquay GC

Dieser klassische Harry Colt Platz ist ähnlich wie St. Andrews direkt an den Ort angeschlossen. Manche mögen den Platz beim ersten Blick vielleicht als langweilig empfinden. Das Gegenteil ist aber der Fall. Es sind viele tolle Löcher dabei, die man erst während der Runde zu schätzen beginnt. Ungewöhnlich hier ist der Zugang über den Platz zum berühmten Surfer Strand, dem Fistral Beach. Diesen als „Tunnel“ angelegten und stark frequentierten Weg muss man während der Runde sechs mal überqueren. Hat man auch eher weniger im deutschsprachigen Raum.

Trevose GC

Trevose ist ein klassischer Linkskurs, der an vielen Stellen extrem dem Wind ausgesetzt werden kann. Der von Harry Colt designte Kurs eröffnete 1925 seine Tore und hat schon einige wichtige britische Amateur Wettbewerbe ausgerichtet. Mir habe die 2 Par 5 Löcher Richtig Meer sehr gut gefallen. Da hatte sogar ich als bekennender Shorthitter eine Eagle Chance. Leider ist Trevose auch einer der teueren Kurse in Cornwall.

St. Enodoc (Church Course)

Der einzige echte Weltklasse Platz in Cornwall. Der von James Braid erbaute Platz hat alles, was ein echter Championship Platz benötigt. Er fordert die Spitzenspieler heraus und bietet auch für den Durchschnittsspieler viele Optionen. Dazu kommen Löcher wie Loch 6 mit dem Himalaya Bunker. Wenn man davonstehlt ahnt man woher der Name kommt. Der Platz bietet enorm viel Abwechslung und die Löcher um die alte Kirche mit dem Friedhof wird man so schnell auch nicht vergessen. Der Church Kurs ist der, den man unbedingt spielen muss, wenn man hier ist.

Um nach Cornwall zu kommen, gibt es viele Möglichkeiten. Entweder man fliegt bis Newquay. Das ist der direkteste Weg. Oder man fliegt bis nach Bristol. Von dort ist es mit dem Auto nicht mehr ganz so weit. Wir haben im letzten Jahr erstmals das Auto genutzt, um von Deutschland nach Cornwall zu kommen. Das kostet natürlich etwas mehr Zeit, ist mit Zwischenübernachtungen aber sehr gut zu machen, wenn man die Zeit hat.

Unterkünfte gibt es mehr als genug. Vom einfachen B&B bis zum luxuriöserem Hotel ist alles zu haben. Zur Hauptsaison sollte man nur etwas eher buchen. Cornwall ist bei Briten zur Hauptsaison sehr beliebt. Wir haben uns im letzten Jahr mit einer Gruppe für ein großes Haus mit 7 Schlafzimmern und einem großen Diningroom entschieden. Perfekt für eine größere Gruppe.

Also egal, wie man man nach Cornwall kommt, oder wie man übernachtet. Cornwall sollte ein Golfer unbedingt einmal im Leben als Reiseziel besucht haben. Es lohnt sich.

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