Elfrather Mühle

Unsere Bewertung

4 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Wenn man noch in den Anfangsjahren seines Golferlebens steckt, kennt man nicht allzu viele Golfplätze. Auch nicht vom Namen her. Einen Platz, der nicht der Old Course in St.Andrews ist und von dem ich schon in meinen ersten Jahren gehört hatte, ist die Elfrather Mühle. Weil dort ein gewisser Martin Kaymer in 2006 sein erstes Turnier auf der Challenge Tour gewonnen hat. Das war für ihn der Anfang der Qualifikation für die European Tour Saison 2007. Der Rest ist dann Geschichte. 14 Jahre nach dem Turniersieg, hatte ich dann auch mal die Gelegenheit, mir ein Bild von dem Platz zu machen.

Der Club an der Elfrather Mühle wurde 1992 gegründet und der Platz wurde von Ron Kirby gebaut. Es war sein erster Platz in Deutschland und nach meinen Recherchen auch sein letzter hier. In Deutschland bekannt wurde der Architekt unter anderem durch seine Arbeiten in Old Head in Irland und den Melonares Kurs auf Gran Canaria. Der Club ist Mitglied der 70 Leading Golf Clubs in Germany. Vielleicht war deshalb der Empfang auch sehr nett. Eben das, was ich von jedem Club erwarte.

Der Platz dort hatte für mich 2 Gesichter. Die ersten 9 boten wirklich einiges an Abwechslung. Es waren auch sehr nette Löcher dabei. Wie z.B. Loch 4. Ein knapp 500 Meter langes Par 5 mit einem quasi blinden Abschlag, wenn man entsprechend weit ist. Das Loch schlängelt sich leicht wie eine Acht zum etwas erhöhten Grün, welches man erst einsehen kann, wenn man recht nah dran ist. Lustig fand ich auch Loch 7. Nicht zu lang und beim zweiten Schlag kann der Normalspieler das Grün hinter einem Wald nur erahnen. Wer dann blind über den Wald spielt, darf nicht zu lang sein. Dort ist ein Teich. Am anständigen Loch 9 spielt man dann erstmals auf die Mühle zu.

Die zweiten Neun haben mich etwas enttäuscht. Die meisten Par 4 Löcher gingen irgendwie nur hin und her und waren für meinen Geschmack und mein Können etwas zu lang. 3140 Meter für Par 36 auf total flachem Gelände sind doch etwas zu lang für den Durchschnittsspieler. Ich hatte wirklich gute Abschläge an dem Tag meines Besuches, habe aber auf den Par 4 nie das Grün in zwei Schlägen erreicht. Auf den zweiten Neun kam irgendwie auch kaum Spannung auf. Gelegentlich dachte ich, dass ich das Loch doch eben schon gespielt habe. Hatte mich aber nicht verlaufen. Wirkte beim ersten Besuch wirklich ähnlich an manchen Löchern.

Die 18, ein nicht zu langes Par 5 war dann ein vernünftiger Abschluss. Zwar nur stur geradeaus, aber das Fairway war unterschiedlich breit. Zum Ende spielt man dann eine Art Inselgrün an, welches vor der Clubhausterrasse vor der Mühle lag. Die Grüns wäre übrigens alle recht anständig. Und im Vergleich zu anderen Plätzen auf der Tour die 10 Tage vorher, hatte man hier kaum Probleme mit Feuchtigkeit. Was uns leider oft störte, war ein etwas fauliger Geruch, der über dem Platz der Elfrather Mühle lag. Vor allem auf den ersten 9. Keine Ahnung, was das war. Und dass die A57 nur einen Steinwurf von den Löchern 5-8 lag, konnte man leider auch nicht überhören.

Kann man den Platz empfehlen? Bin mir nicht sicher. Es sind ein paar nette Löcher dabei, aber das Gesamtpaket konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Fazit: Wenn man in der Nähe ist, ist der Platz ganz in Ordnung.

Gespielt am 25.09.2020

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