GC Osnabrück Dütetal

Unsere Bewertung

3 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Es gibt Golfplätze, die man irgendwie vom Namen her schon ewig kennt und man weiß genau, wo sie gelegen sind. Die man aber trotzdem noch nie gespielt hat. Warum auch immer. Einer davon war für mich der GC Osnabrück-Dütetal. Nicht allzu weit entfernt vom Elternhaus und unzählige Male passiert auf der A1 auf dem Wege zum Ruhrgebiet. Irgendwann im Sommer war es dann doch so weit und der Platz wurde gespielt.

Nach einem netten Gespräch mit dem Clubmanager hatten wir schnell eine Startzeit für den selben Tag. Knapp 40 Minuten Anfahrt und schon waren wir beim Club. Der Club ist nicht allzu weit entfernt von der A1 in der Nähe des Lotter Kreuz. Davon gehört haben wir aber nichts auf dem Platz in Dütetal.

Das Clubhaus, welches zentral inmitten den ersten 9 gelegen ist, befindet sich in einem hübschen Fachwerkhaus. Die Terrasse ist gut platziert mit Blick Richtung ersten Abschlag. Also ist Aufmerksamkeit beim ersten Schlag garantiert. Und dieser muss auch sofort gut platziert werden. Das erste Loch konfrontiert einen mit einem knapp 380 Meter langen Par 4 Dogleg links. Das Fairway ist zwar breit genug, aber für den Schlag ins Grün muss der Ball schon gut in den rechten Bereich gespielt werden, um das Grün ohne Probleme und einen Schlag über die Bäume links zu erreichen. Eigentlich ein nettes Loch, es bietet aber keine Optionen.

Die nächsten beiden Löcher sind auf den ersten Blick eigentlich auch ganz ok. Beim genaueren Hinsehen gibt es leider auch hier kleine Schwächen. Bei dem Par 5 Loch 3 darf man keinen Fehler machen, wenn man das Grün in Regulation erreichen möchte und das Par 3 an Loch 3, welches nur geradeaus geht, finde ich persönlich mit 208 Metern doch etwas zu lang. Mein Favorit auf dem Platz war Loch 4. Ein leichtes Dogleg Par 4, bei dem das Grün über einen Teich angespielt werden muss. Das ganze ist mit 304 nicht zu lang und es ist auch für schwächere Spieler gut mit einem Bogey spielbar. Etwas eng war nur der Herrenabschlag (Bild oben). Darüber kann man sicher diskutieren.

Loch 4 in Dütetal endet übrigens fast vor dem Clubhaus. Von dort geht es dann zweiter Teil der ersten Neun. Für mein Empfinden ein anderer Platz. Nach den ersten 4 Löchern, die gefühlt durch einen Wald gespielt werden, wird es nun etwas offener. Besser wird es leider nicht. Negativer Höhepunkt war leider Loch 6. Ein 504 Meter Par 5 mit einem gefühlten (hatte kein Geodreieck dabei) 80° Dogleg nach links. Sicher wird der Architekt seine Gründe gehabt haben das so zu bauen, aber gut muss man das nicht finden. Es mag natürlich Spieler geben, die vom Abschlag aus über den Wald mit einem 220m Schlag abkürzen können. So ist es auch auf der Tafel am Abschlag und im Birdie Book empfohlen. Der normale Spieler kann so etwas auf jeden Fall nicht. Und die Lücken im Wald für den zweiten Schlag sind auch viel zu eng. Hier muss der Sägeneinsatzausschuß des Clubs mal ran.

Der Rest der ersten Neun ist ok. Viel mehr aber auch nicht. Es geht gefühlt irgendwie über Wiesen, Gräben und über Teiche bis zum langgezogenen und engen Grün der 9. Von dort geht es dann über einen langen Weg und über eine Brücke über eine recht viel befahrene Landstraße zu den zweiten 9. Die Beschilderung des Platzes war übrigens richtig gut. Auch wenn die Wege öfter mal länger waren und man nicht sah, wo man hin musste, konnte ich mich eigentlich nicht verlaufen. “Follow the Ducks” sagte uns der Clubmanager. Und das passte auch. An den Grüns waren immer Holzenten aufgestellt, deren Schnabel in die Richtung des nächsten Abschlags zeigten. Gut gemacht! Und gut gepflegt war der Platz auch

Die zweiten Neun waren leider auch nichts besonderes. Deutscher Durchschnitt. Es ging oft geradeaus und es gab nicht sehr viel Abwechslung. Ab Loch 12 ging es bis zur 17 fast immer nur hin und her. Hier mal ein Graben, da mal ein Dogleg. Aber nichts, was einem wirklich im Kopf bleibt. Immerhin hat mich der Dreierflight vor mir durchgelassen. Und das eigene Spiel war auch anständig. Das ist dann immerhin etwas. Nach dem doch sehr langen Weg von der 18 zum Clubhaus in Dütetal konnte man dort seine Runde nett Revue passieren lassen. Ein gute Gastro hilft da immer. Aber ob ich für die Gastro noch mal dort hinfahre, weiß ich nicht. Für den Platz muss ich es nicht.

Fazit: Eine Mischung aus gutem Pflegezustand, unausgewogenem Routing, herausfordernden, netten, seltsamen und unfairen Bahnen und einer schönen Terrasse.

Gespielt am 18.08.2020

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