Fazit
Ein Platz in zwei Ländern für den man gut zu Fuß sein sollte und kein Problem mit seltsamen Löchern haben sollte.
Reisegolfer
3.5
Pluspunkte
Schöne Aussichten
Teils interessante Löcher
Negativpunkte
Unheimlich anstrengend zu laufen
Teils unfaire Löcher
3.5

Normalerweise ordne ich als Golfplatzsammler immer die gespielten Plätze einem Land zu. Bei Reit im Winkl ist das schwierig. Das ist einer der wenigen Kurse, die in zwei Ländern liegen. Wobei die Mehrheit der Löcher auf deutscher Seite liegen, das Clubhaus aber in Österreich. Da der Club dem DGV zugeordnet ist, ordne ich ihm mal Deutschland zu.

Reit im Winkl ist aus meiner Sicht vor allem ein Club für Urlauber. Neben dem Clubhaus ist ein großes Hotel und die Region lebt auch vom Tourismus. Ich weiß nicht, wie groß der Anteil der Clubmitglieder aus der Region kommen. Vermute aber, dass es nicht die Mehrheit ist. Was der Platz aber auf jeden Fall zu bieten hat, sind tolle Ausblicke. Und diese hauptsächlich auf der deutschen Seite.

Der Platz beginnt mit einem nicht zu langen und gut spielbaren Par 4. Des Weiteren gibt es auf österreichischer Seite noch drei weitere, schwerere Par 4 und ein nicht zu langes Par 5. Insgesamt sind die (laut Rating) schweren Löcher meist in Österreich. Vier der sechs schwersten Löcher sind hier beheimatet. Dabei sind nur 6 Löcher in Österreich. Mit Loch 6 geht es dann nach Deutschland. Grenzkontrollen gibt es keine. Vielleicht gab es hier mal welche. Aber da gab es noch keinen Golfplatz in dieser Gegend. Wäre doch lustig, wenn man nach fünf Löchern nur die weiterspielen lässt, die 10 Nettopunkte auf den ersten fünf Löchern gespielt haben.

Mit den Löchern im Freistaat Bayern beginnen für mich die Löcher, für die der Platz in Reit im Winkl Kritik von mir einstecken muss. Die beiden Par 3 nacheinander mögen ja noch ok sein. Aber die dann folgenden 3 Par 4 Löcher sind für meinen Geschmack eher fragwürdig. Drei Löcher nacheinander mit einem quasi blinden Abschlag für alle, die etwas weiter schlagen. Und selbst wenn man weit genug ist, kann man, wie bei der 10 beim zweiten Schlag, noch immer nicht sehen, wohin man genau spielen muss. Sowas kann man machen. Muss man aber nicht.

Loch 12 mit einem Par 3 bergab ist nicht schlecht. Macht Spaß und sieht toll aus von oben. Das nächste Loch ist ganz in Ordnung, aber auch sowas kann man etwas breiter gestalten. Nun ja, nun kommt mein größter Kritikpunkt an dem Platz. Loch 14. Ein 354m Par 4. Man muss vom Abschlag quasi genau 185 m geradeaus schlagen. Streuen führt dazu, dass der Ball links ins Aus rollen kann. Wenn man dann perfekt abgeschlagen hat, liegt man vor einem tiefen Graben. Spieler, die nicht ganz so gut sind, haben jetzt gehörigen Respekt. Und wer aufgrund von fehlender Länge nicht perfekt liegt, hat noch mehr zu überspielen. Wenn man berücksichtigt, dass nur knapp 17% der deutschen Golfer Handicap 18,4 oder besser haben, werden viele Urlauber an diesem Loch scheitern.

Ach ja, der Weg vom zweiten Schlag bis zum Grün an diesem Loch ist zudem sehr lang und anstrengend. Ältere Spieler ohne Cart benötigen erstmal eine Pause, um ohne starkes Herzklopfen putten zu können. Nach diesem Loch geht es langsam und gefühlt immer bergauf wieder Richtung Clubhaus. Auf dem Wege dahin hat man ein Par 3 über das bei Loch 14 erwähnte Tal vor sich und ein Par 5, welches immer nur bergauf geht. Dann folgt ein Par 3, welches ich irgendwie verdrängt habe.

Mit der 18 ist man wieder zurück in Österreich. Hier wartet Loch 18. Par 5 mit Dogleg links. Das Fairway ist alles andere als breit und fällt nach links stark ab. Das Grün am Ende war dann heißersehnt. Wir hatten an dem Tag nämlich sehr heißes Wetter. Die Terrasse in Reit im Winkl hat dann für viele Schwächen des Platzes entschädigt. Gute Küche und kühle Getränke. Da vergisst man Schwächen des Platzes schnell.

Gespielt am 14.09.2021

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