Gut Wissmannshof

Unsere Bewertung

6 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Wenn man wie ich dauernd neue Golfplätze in Deutschland testet, die man noch nicht kennt, hat man sich irgendwann daran gewöhnt, dass es doch meist nur Durchschnitt gibt in unserem Land. Man erlebt aber auch gelegentlich positive Überraschungen. Eine davon war in diesem Jahr das Gut Wissmannshof zwischen Kassel und Hann. Münden.

In ein paar Listen über die besten deutschen Golfplätze tauchte Wissmannshof gelegentlich auf. Also nutze ich eine Gelegenheit, als ich in der Nähe war aus, um den Platz mal zu testen. Begleitet wurde ich dabei von einem anderen Golfplatzenthusiasten, der damit auch sein Geld verdient. Er produziert Golfkalender. Und zwar den echten, den wahren. Ralph kannte den Platz und konnte auch mal einen Tipp geben, wenn man mal nicht genau sah, wie eine Bahn weiterging.

Den Platz am Wissmannshof gibt es schon seit 1997. Aber so toll wird er nicht gewesen sein, da ich vorher nichts über den Platz lesen konnte. Gebaut wurde der neue Platz von Holger Rengstorf. Ein Platzdesigner, der sich hauptsächlich mit dem Open-Kurs in Winston bei mir einen Namen gemacht hat. Dass mir der Open-Kurs in Winston gut gefällt, war ein Grund mehr, mal den quasi neuen Platz zu testen.

Das Resort, welches sich gut entwickelt hat, soll irgendwann mal 27 Loch haben. Wenn man auf der Terrasse sitzt, fällt einem sofort auf der Range ein riesiges Logo von Borussia Dortmund ins Auge. Das hat damit zu tun, dass dort regelmässig die Norbert-Dickel-Trophy ausgespielt. Aber die Range war auch hier nicht mein Ziel. Der Platz war es. Diesen erreicht man nach einem kleinen Fussweg vom Sekretariat (von Clubhaus möchte ich hier nicht sprechen). Der Platz ist derzeit aufgeteilt in Blau und Gelb. Was genau Loch 1 und Loch 18 ist, weiß ich leider immer noch nicht. Für uns war Blau 1 der Start.

Unser erstes Loch machte schon beim ersten Anblick einen guten Eindruck. Hinter dem Abschlag ein kleiner See und dann eine Landezone, die von mehreren Bunkern geschützt war. Wie es danach aussah, konnte man nicht sehen bei dem Dogleg. War aber recht nett. Mit zwei sauberen Schlägen war man bei dem Par 5 auf dem Grün. Auf den blauen Neun waren einige sehr nette Löcher, aber mein Favorit war die 6. Ein Par 4, bei dem ein guter Abschlag belohnt wird. Sehr nett fand ich auch die 9. Ein Downhill Par 4, bei dem man den Schlag ins Grün auf ein Halbinselgrün platzieren muss.

Die für mich zweiten 9 (Gelb) waren für meinen Geschmack etwas besser. Ausgewogen, herausfordernd aber trotzdem fair. Nett fand ich Loch 11 (Gelb 2). Vielleicht bin ich aber auch etwas voreingenommen, weil mir dort aus unmöglicher Situation noch ein Par gelang (Birdie verschenkt). Aber auch das Par 5 an der 13, das feine Par 3 Loch 14 und das Abschlussloch waren sehr gut designed. Machte richtig Spaß dort. Man muss nur oft genug spielen in Deutschland. Dann erlebt man immer wieder positive Überraschungen.

Fazit: Sehr guter Golfplatz

Gespielt am 26.07.20

Disclaimer: Man hat mir das Greenfee aufgrund des Blogs erlassen.

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