Kingsbarns Golf Links – Qualität hat seinen Preis

Unsere Bewertung

10 Linksgolfer

10 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Seitdem ich in meinem ersten Jahr in London 2005 das Buch „Scottish Golf Links“ in den Händen hatte, war ich irgendwie angefixt von den Bildern, die dort zu dem damals neuen Platz in der Nähe von St. Andrews gezeigt wurden. Kingsbarns bietet von jedem Loch Blick auf die Nordsee, einen natürlich aussehenden Linkskurs, Ginsterbüsche und schöne Dünen. Bei so etwas schlägt mein Herz sofort höher. Dazu die jährlichen Bilder der Dunhill Links Championship, bei der Kingsbarns einer der drei Plätze ist.

Dieses Jahr ergab sich bei dem Trip nach St. Andrews die Möglichkeit, den von Kyle Phillips entworfenen Kurs zu spielen. Der von kalifornischen Investoren erbaute Platz ist nicht der günstigste Platz in der Gegend, daher hatte ich nichts reserviert. Ich wollte vor Ort abwarten und nach Wettervorhersage entscheiden. Sonntag vormittag sah es dann gut aus für den nächsten Tag und wir fuhren persönlich vorbei, um zu buchen. Das lief ganz problemlos. Wir hatten eine Startzeit für 11.00 Uhr und da mein Rücken zwickte und ich auch immer Bilder mache, hatte ich mir sogar einen Caddie bestellt.

Die Anlage bietet hervorragenden Kundenservice, den man sonst eher von US-Kursen kennt. Überall will jemand helfen. Auf der Range gab es Pyramiden von nagelneuen Bällen und überall nette Menschen. Auf dem Parkplatz standen die üblichen Luxusbusse, die die Japaner und Amerikaner von Platz zu Platz kutschierten. Am ersten Tee war schon Andrang. Vor uns startete eine große Gruppe mit drei Flights. Der Caddiemaster stellte sich vor und machte mich mit Andrew, meinem Caddie, bekannt. Andie war Anfang 20 und machte eine verletzungsbedingte Pause von seiner gerade begonnenen Karriere als Playing Pro in den USA. Er hatte sich beim Golf die Hand gebrochen und hat noch ein paar Wochen Spielverbot. Um etwas Geld zu verdienen, trägt er die Bags von Touristen wie mir. Andie war nett, geduldig, hatte Humor und war eine echte Hilfe auf der Runde. Ich kann nur empfehlen, so etwas mal zu versuchen. 

Der Platz selber erfüllte alle hohen Erwartungen. Ein Loch isat schöner als das andere. Bei wenig Wind kann man hier richtig niedrig scoren. Das sieht man auch immer im Herbst bei der „Dunhill Links Championship“. Wenn kein Wind weht, gibt es dort die niedrigsten Ergebnisse. Zwar gibt es Unmengen von Bunkern, aber die sind alle fair platziert. Ich war zumindest nur in einem. Der Platz ist voll mit großartigen Löchern, wenn man, wie ich, Linkskurse liebt. Die schönsten Löcher waren für mich:

  • die Löcher 6 und 7 (zwei drivebare Par 4s, die eine gute Strategie verlangen)
  • die 12 (ein tolles Par 5 an der Nordsee entlang),
  • die 15 (ein tolles Par 3 mit Bäumen links und der See rechts. Dazu als Ziel eine Art Halbinselgrün)
  • die 18 (Umstritten, aber ich mag es. Nach einem blinden Abschlag mit Bergablage auf ein von einem Burn geschütztes Grün). Klasse!

Es war für mich der teuerste Platz, den ich bisher in meiner Karriere gespielt habe. Wir haben für die Runde 185 Pfund gezahlt. Und das auch nur, weil ich unbedingt vor dem 01.05. spielen wollte. Danach kostete es dann 215 Pfund für 18 Loch. Der Caddie kostete nochmal 40 Pfund plus Trinkgeld. War es das viele Geld wert? Ich denke schon. Das Geld überlebe ich, aber die schönen Erinnerungen bleiben für ewig!

Zusammenfassung
Gespielt am
Bewerteter Platz
Kingsbarns Golf Links
Bewertung
51star1star1star1star1star

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