Meet the Graduates: Die Klasse von 2011 (European Edition)

Mit dem San Domenico Grand Final wurde die Challenge-Tour-Saison 2011 beendet und die 20 Gewinner der Karten für die European Tour 2012 stehen somit fest. Zehn echte Rookies und zehn Spieler, die bereits Erfahrung auf der European Tourn vorweisen können werden in der kommenden Saison auf den Leaderboards zu finden sein. Damit man sich einen Überblick machen kann wo die 20 Jungs herkommen und ob sie Chancen haben sich dauerhaft zu etablieren, ein kurzer biographischer Überblick über die Absolventen, die im kommenden Jahr im Konzert der Großen mitmischen wollen.

Tommy Fleetwood (England)

geboren am 10.1.1991
Profi seit 2010
European-Tour-Erfahrung: keine

Der Sieger des diesjährigen Challenge-Tour-Rankings legte eine Karriere im Schnelldurchlauf hin. Wie jeder gute englische Golfer vertrat er seine Heimat erst bei den Boys Home Internationals und 2009 im Walker Cup. 2008 stand er kurz davor als jüngster Spieler überhaupt die Amateur Championship zu gewinnen, musste sich aber im Finale dem Holländer Reinier Saxton geschlagen geben. Ein Jahr später scheiterte er im Halbfinale knapp am späteren Sieger Matteo Manassero, dafür holte er sich 2010 mit der English Amateur Championship einen ähnlich prestigeträchtigen Titel. Die Entscheidung kurz danach Profi zu werden fiel ihm leicht als er 2010 bei seinem Challenge-Tour-Debüt in der English Challenge den zweiten Platz belegte. 2011, in seinem ersten vollen Jahr auf der Challenge Tour, schaffte er gleich den Sprung an die Spitze mit einem Sieg bei der Kazakhstan Open und zwei weiteren zweiten Plätzen. Der größte Coup gelang ihm allerdings bei einem Abstecher auf die European Tour. Sein fünfter Platz bei der Alfred Dunhill Links Championship brachte ihm nicht nur 126.000 Euro sondern vor allem viel Selbstvertrauen für das kommende Jahr.

Andrea Pavan (Italien)

geboren am 27.4.1989
Profi seit 2010
European-Tour-Erfahrung: keine

Der zweifache Saisonsieger auf der Challenge Tour ist erst im zweiten Jahr Profi. Zuvor erarbeitete er sich am US-College Wettkampfpraxis. Mit dem Golfteam der Texas A&M Universität gewann er 2009 die NCAA Championship und wechselte 2010 als Fünfter der Amateur-Weltrangliste ins Profilager. Dem dadurch auf ihn lastenden Erwartungshaltung hielt er nahtlos stand und marschierte fast so eindrucksvoll durch die Challenge Tour wie sein Landsmann Edoardo Molinari vor ihm.

Sam Little (England)

geboren am 31.8.1975
Profi seit 1997
European-Tour-Erfahrung: 2005-2010

Sechs Jahre lang hat Sam Little auf der European Tour gespielt bis er im vergangenen Jahr seine Spielberechtigung verlor. Die Sehnsucht schien groß gewesen zu sein, denn Little konnte nicht einmal eine ganze Saison ohne European Tour aushalten. Innerhalb von vier Wochen gewann er den Russian Challenge Cup, die Allianz Golf Open und die Roma Golf Open und verdiente sich damit eine Battlefield-Promotion, die er erstmals diese Woche bei der Alfred Dunhill Championship einsetzt. Littles große Hoffnung ist es endlich auch auf der European Tour seinen ersten Karrieresieg einzufahren. Zwei zweite Plätze, bei der Mallorca Classic 2007 und der Moravia Silesia Open 2009, sind bisher seine besten Ergebnisse.

Ricardo Santos (Portugal)

geboren am 7.9.1982
Profi seit 2006
European-Tour-Erfahrung: keine

Zwei Erfolge prägten die Frühphase seiner Profikarriere: Im März 2007 sorgte er auf der European Tour für Schlagzeilen als er eine Sponsoreneinladung für die Madeira Open in eine Erstrundenführung ummünzte, und 2008 qualifizierte er sich gemeinsam mit Tiago Cruz für den World Cup wo er einen beachtlichen 13. Platz einfuhr – vor den Molinari-Brüdern und dem irischen Duo Graeme McDowell und Paul McGinley. Für den Durchbruch reichte es bisher jedoch nie. Von 2006 bis 2010 schaffte er gerade mal sechs Top-Ten-Platzierungen auf der Challenge Tour, über den vierten Platz kam er dabei nie heraus. Doch 2011 wechselte Santos auf die Überholspur. Acht Top-Ten-Ergebnisse fuhr er allein in dieser Saison ein, darunter auch sein erster Karrieresieg bei Henrik Stensons The Princess. Und als Bonus darf er dieses Jahr beim World Cup versuchen, mit Bruder Hugo zu den portugiesischen Molinaris zu werden.

Benjamin Hebert (Frankreich)

geboren am 19.2.1987
Profi seit 2009
European-Tour-Erfahrung: 2010

Für den Franzosen war die Saison bereits Ende August gelaufen. Mit seinem Sieg bei der Rolex Trophy, dem dritten der Saison, sicherte er sich bereits vorzeitig die Karte für die European Tour auf der er seither sein Unwesen treibt und beim Madrid Masters immerhin eine Top-Ten-Platzierung einfuhr. Es ist nicht Heberts erster Ausflug auf die große Tour. Bereits 2009 qualifizierte er sich über die Q-School, kam aber nie über den 25. Platz hinaus und verlor die Karte sofort wieder. Dass er Potential hat, bewies er bereits 2007 als er die European Amateur gewann und sich für die Open Championship qualifizierte. Und auch dort sorgte er für Schlagzeilen. Allerdings lautete die nicht „Benjamin Hebert, Open Champion“ sondern Benjamin Hebert pinkelt in die Büsche.

Daniel Denison (England)

geboren am 14.2.1985
Profi seit 2006
European-Tour-Erfahrung: keine

Jedes Jahr gibt es unter den Qualifikanten eine Feel-Good-Story. Dieses Jahr heißt sie Daniel Denison. 2006 fand er sich als Amateur bei der Qatar Open nach der ersten Runde auf Platz drei wieder. Später qualifizierte er sich für die Open Championship wo er die ersten beiden Runden in Gesellschaft von keinen Geringeren als Tiger Woods und Nick Faldo verbringen durfte. Doch dann schlug das Schicksal zu. Im Vorfeld der MAN NÖ Open verunglückte er schwer mit einem Leihwagen des Turniers und brach sich beide Beine. Die Karriere schien am Ende, doch zwei Jahre später kehrte er zurück. Mit einem Sieg bei der ECCO Championship und einem zweiten Platz bei der hochdotierten Saint Omer Open erkämpfte er sich dann dieses Jahr die European-Tour-Karte für 2012.

Federico Colombo (Italien)

geboren am 6.12.1987
Profi seit 2008
European-Tour-Erfahrung: 2009

Der zweite von drei Italienern, die sich dieses Jahr auf der Challenge Tour die European-Tour-Karte sicherte, war schon einmal dort. 2008 qualifizierte er sich bei seinem ersten Auftritt als Profi direkt über die Qualifying School. Doch die Ernüchterung folgte schnell: Bei neun Starts verpasste er acht Mal den Cut und kam anschließend nicht mehr in die Startfelder hinein. 2011 hat er das Ruder wieder herumgerissen, aber sein erster Sieg als Profi bleibt ihm weiterhin verwehrt. Colombo qualifizierte sich dank acht Top-Ten-Platzierungen.

Jamie Moul (England)

geboren am 26.9.1984
Profi seit 2007
European-Tour-Erfahrung: keine

17 Wochen lang stand der Engländer an der Spitze des World Amateur Golf Rankings, u.a. aufgrund seines Siegs bei der Lytham Trophy und der Brabazon Tropjhy. Jetzt folgt er endlich seinen Walker-Cup-Kollegen von 2007 Rory McIlroy, Rhys Davies und Danny Willett auf die European Tour. Dass ihm dies 2011 gelang, kam ein wenig überraschend. In den Jahren zuvor fiel er auf der Challenge Tour kaum auf und kam im Jahres-Endranking nie über Platz 80 hinaus. 2011 jedoch hatte er plötzlich vier Top-5-Platzierungen auf seinem Konto, darunter ein Sieg bei der Acaya Open.

Jorge Campillo (Spanien)

geboren am 1.6.1986
Profi seit 2009
European-Tour-Erfahrung: keine

Eigentlich hätte er schon 2011 auf der European Tour spielen sollen. Doch dann bekam er das große Zittern. In der letzten Runde der Q-School spielte er eine 81 – 10 Schläge schwächer als seine bis dahin schlechteste Runde – und verpasste die Karte um 5 Schläge. Es war nicht das erste Mal, dass er knapp am Erfolg vorbeischrammte. Im Einzelfinale der NCAA Championship 2008 musste er sich knapp Kevin Chappell geschlagen geben. Dennoch war seine Zeit an der Indiana State Universität u.a. mit der Auszeichnung als bester Golfer der Big Ten Conference ein voller Erfolg. Nicht umsonst sicherte sich Sportmarketinggigant IMG sofort die Dienste des Spaniers, der sich mit zwei zweiten Plätzen und drei weiteren Top-Ten-Platzierungen dieses Jahr souverän für die European Tour qualifizierte..

Matthew Baldwin (England)

geboren am 25.2.1986
Profi seit 2009
European-Tour-Erfahrung: keine

Zusammen mit Oliver Fisher bildete Baldwin das Führungsduo, das England 2004 die European Boys Championship bescherte. Auch in der Einzelwertung behielt Baldwin die Oberhand – vor Rory McIlroy, Fisher und seinen diesjährigen Co-Graduierten Pavan und Campillo. Nachdem er 2008 Profi wurde, qualifizierte Baldwin sich über die drittklassige Alps Tour für einige Challenge-Tour-Turniere 2010. Der große Erfolg blieb zwar aus, aber ein vierter Platz bei der Moroccan Golf Classic reichte, um sich die volle Spielberechtigung für die Challenge Tour zu sichern. Mit einem Sieg bei der Fred Olsen Challenge und vier Top Tens schaffte er gleich in seinem ersten vollen Jahr den Sprung auf die große Tour.

Edouard Dubois (Frankreich)

geboren am 14.3.1989
Profi seit 2008
European-Tour-Erfahrung: keine

You win some, you lose some. Unter diesem Motto lässt sich die Saison von Edouard Dubois zusammenfassen. Dank zweier Siege schaffte er 2011 den Sprung auf die European Tour. Demgegenüber standen aber auch elf verpasste Cuts in 21 Starts. Doch im Golf werden einzelne Hochs nun mal besser bewertet als Konstanz. Der Beweis: Im deutlich konstanteren Vorjahr erreichte Dubois nur Platz 42 in der Jahreswertung. Beeindruckend war bei ihm 2011 aber vor allem seine Qualität als Finisher. Seinen Sieg bei der Kärnten Golf Open holte er dank eines sensationellen Wochenendes von 65 und 63.

Simon Thornton (Irland)

geboren am 18.3.1977
Profi seit 2005
European-Tour-Erfahrung: 2010

Er ist ein wenig der irische Ian Poulter – nur dass er noch deutlich später mit dem Golfsport anfing. Doch wie Poulter begann er seine Karriere als Assistant Pro (im altehrwürdigen Royal County Down) und arbeitete sich sukzessive nach oben. Als er die eindeutige Nr. 1 unter den irischen Teaching Pros war, beschloss er mit 28 sich als Touring-Pro zu versuchen. Bereits 2006, in seinem zweiten Jahr, gewann er die erste Stufe der European Qualifying School. 2008 schaffte er es dann ins Q-School-Finale und auf die Challenge Tour, und 2009 schließlich erspielte er sich über die Q-School die Karte für die European Tour. Allerdings hatte er so niedrigen Status, dass die Verteidung des Spielrechts von vornherein aussichtslos schien. Immerhin erspielte er sich als 9. der BMW Open genug Preisgeld um 2011 die volle Spielberechtigung für die Challenge Tour zu erhalten, die er mit einem beeindruckenden Schlussspurt (vier Top Tens in den letzten sechs Turnieren) in eine Karte für die European Tour ummünzte.

Julien Quesne (Frankreich)

geboren am 16.8.1980
Profi seit 2003
European-Tour-Erfahrung: 2010

Wie Thornton ist auch Quesne ein Spätentwickler. Mit 17 Jahren begann er mit dem Golfsport, nur sechs Jahre später wechselte er ins Profilager – und gewann gleich bei seinem ersten Auftritt auf der drittklassigen Alps Tour. Danach begann für den Franzosen ein wenig eine Fahrstuhlkarriere. 2005 qualifizierte er sich für die Challenge Tour, 2007 war er zurück auf der Alps Tour und 2008 kam er wieder zurück in die zweite Liga. Mit einem Sieg und sieben weiteren Top Tens schaffte er es dann 2009 als achter der Challange Tour auf die European Tour wo er es jedoch nie in die Top 15 schaffte und gleich wieder zurück musste. Doch mit einem erneuten Sieg und sechs weiteren Top Tens setzte er dieses Jahr seine Fahrstuhlkarriere vor und stieg erneut auf.

Craig Lee (Schottland)

geboren am 9.5.1977
Profi seit 1996
European-Tour-Erfahrung: 2008

2004 hatte der Schotte die Lust am Golf verloren und stand kurz davor die Schläger hinzuschmeißen. Sein Karriereplan damals: eine Jugendherberge in Tasmanien zu eröffnen. Am Ende bekam er kalte Füße und spielte weiter auf der Tartan Tour, dem schottischen Gegenstück zur epd-Tour. 2007 gelang ihm dann der Coup in der Qualifying School als er durch alle drei Stufen marschierte und sich als 16. die Karte für die European Tour sicherte. Doch mit nur sechs geschafften Cuts in 21 Starts endete sein Debüt niederschmetternd – und er musste wieder ganz von vorne anfangen. 2010 erspielte er sich dann endlich die volle Spielberechtigung für die Challenge Tour wo er dank eines zweiten Platzes bei der hochdotierten Saint Omer Open (und gerade mal vier verpassten Cuts während der gesamten Saison) seine Rückkehr zur European Tour schaffte.

Andrew Johnston (England)

geboren am 18.2.1989
Profi seit 2009
European-Tour-Erfahrung: keine

Mit einem dritten Platz beim Saisonfinale schaffte der Engländer doch noch den Sprung in die Top 20. Es war sein zweites Highlight der Saison nach der Qualifikation für die Open Championship wo er sich mit einem Birdie im Sudden-Death-Playoff den letzten Startplatz sicherte. Am Ende wurde er dort 141. aber sein größter Traum erfüllte sich für den Mann, den sie „Beef“ nennen (vermutlich wegen seines recht massiven Körperbaus) bereits vor dem Turnier: er durfte eine Proberunde mit dem legendären Tom Watson spielen. Damit übertraf er sogar noch das Jahr seines Bruders, der nach Jahren ohne Golf gleich ein Hole-in-One bei seiner ersten Runde spielte wie Andrew in einem You-Tube-Video erzählt.

Sam Walker (England)

geboren am 1.3.1978
Profi seit 2000
European-Tour-Erfahrung: 2002, 2007-2008

Ein sechster Platz beim Challenge-Tour-Finale sicherte ihm die Rückkehr zur European Tour – als 16. des Rankings ist er jedoch der erste, der 2012 aus einer schlechteren Kategorie starten muss. Bereits drei Jahre spielte er auf der großen Tour, wo er 2007 u.a. mit einem vierten Platz beim British Masters erfolgreich genug war um seine Karte auf direktem Weg zu verteidigen. Doch 2008 begann für ihn eine Krise mit verpassten Cuts am laufenden Band und ohne eine einzige Top-20-Platzierung. Schlimmer noch: Auch im Folgejahr auf der Challenge Tour lief es nicht viel besser. Erst 2010 fand er mit einem Sieg bei der Allianz Open in die Erfolgsspur zurück. 2011 blieb ihm dieser Sieg zwar verwehrt, aber vier Top-6-Platzierungen und ein guter Lauf mit nur einem verpassten Cut seit Juni führten ihn am Ende wieder dahin, wo er sich hingehörig fühlt.

Charles-Edouard Russo (Frankreich)

geboren am 5.8.1980
Profi seit 2003
European-Tour-Erfahrung: keine

Mit 31 Jahren der älteste European-Tour-Rookie der diesjährigen Absolventen. Eigentlich war seine Karriere als Anwalt schon vorbestimmt, doch dann erschien ihm das Jura-Studium zu langweilig und er beschloss, sein Glück als Golfprofi zu versuchen. Der schnelle Durchbruch blieb ihm allerdings verwehrt. Drei Jahre lang kämpfte er sich durch die Alps Tour bis er 2008 endlich sein Glück auf der Challenge Tour versuchen durfte. Und auch dort dauerte es einige Zeit bis er sich durchsetzen konnte. Im ersten Jahr hatte er mehr verpasste Cuts als Top-50-Platzierungen. 2009 landete er immerhin fünf Mal unter den Top 11, 2010 steigerte er es auf sieben und 2011 hatte er mit drei Top 3s endlich die Spitzenplätze um den Sprung auf die European Tour zu schaffen.

Pelle Edberg (Schweden)

geboren am 13.4.1979
Profi seit 1997
European-Tour-Erfahrung: 2005, 2007-2010

Der etablierteste Aufsteiger musste bis zum Schluss zittern. Erst ein fünfter Platz im Challenge-Tour-Finale brachte ihn nach einem Jahr Pause wieder zurück auf die European Tour wo er im Lauf seiner Karriere bereits 1,5 Millionen Euro verdient hat – mehr als 1/4 davon kam 2007 innerhalb von drei Wochen zusammen mit Platz 3 bei der European Open, einem vierten Platz bei der Scottish Open und schließlich dem 12.Rang bei der Open Championship. Doch das Gefühl eines Sieges blieb dem Schweden bisher sowohl auf der European- als auch auf der Challenge Tour verwehrt: ein zweiter Platz beim Scandinavian Masters 2008 war seine bisher knappste Niederlage.

Chris Gane (England)

geboren am 5.6.1974
Profi seit 1993
European-Tour-Erfahrung: 2002, 2004, 2010

Der Linkshänder qualifizierte sich zum dritten Mal über die Challenge Tour für die European Tour. Am Überzeugendsten dabei gleich beim ersten Mal 2001 als er zwei Turniere für sich entscheiden konnte und sich als 9. des Jahresrankings qualifizierte. 2009 war er 13., in diesem Jahr rutschte er als 19. gerade so rein. Und zwischendurch machte er als 16. des Q-School-Finales noch mal eine Stippvisite auf der European Tour. Doch außer drei Top 10s bei geringer dotierten Turnieren ist bei ihm nicht viel Zählbares herausgesprungen. Sein bestes European-Tour-Ergebnis kam in diesem Jahr mit einem zweiten Platz bei der Madeira Islands Open. Das duale Turnier mit der Challenge Tour war dann auch der einzige Grund, warum er es in diesem Jahr noch einmal zurück auf die große Tour schaffte.

Alessandro Tadini (Italien)

geboren am 30.11.1973
Profi seit 1994
European-Tour-Erfahrung: 2003, 2005-2007,2009

Der 38-Jährige Opa unter den diesjährigen Qualifikanten bekam seine Tourkarte von Anthony Snobeck geschenkt. Der Franzose beendete seine letzte Runde beim Challenge-Tour-Finale mit zwei Bogeys und lag dadurch am Ende in der Jahreswertung 500 Euro hinter Tadini. Der Italiener qualifizierte sich erstmals 2003 für die European Tour als er im sechsten Versuch endlich die Qualifying School überstand. Nachdem er zwei Mal die Karte verlor, kehrte er jeweils über die Challenge Tour wieder zurück – und zwar deutlich überzeugender als 2011 mit einem zweiten Platz (2004), bzw. einen siebten Platz (2008). Obwohl ihm 2005 und 2006 die Verteidung seiner European-Tour-Karte gelang, blieben die großen Erfolge aus. Im Juni 2005 hatte er mit Top-Ten-Ergebnissen bei der Wales Open und KLM Open wohl die beste Phase seiner mittlerweile 17-Jährigen Profikarriere.

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