Royal St. Kitts

Unsere Bewertung

5 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Wenn man viele Länder in relativ kurzer Zeit entdecken möchte und dabei auch fast garantiert gutes Wetter haben möchte bleiben einem eigentlich nicht viel Möglichkeiten. Eine davon ist eine Kreuzfahrt in der Karibik. In Zeiten von Corona sind mit Sicherheit nicht viele davon zu überzeugen, aber in 2018 war diese Pandemie noch kein Thema. Deshalb machten wir damals unsere erste Kreuzfahrt im Leben. Ziel dieses Abenteuers war die westliche Karibik. Die kleinen Antillen.

Während der Tour wurden 7 nette Inseln angesteuert. Für 2 der Inseln hatte ich eine Runde Golf geplant. Da das Schiff keinen Service for Golfer angeboten hatte, habe ich mich selber um eine Startzeit gekümmert. Das ist meistens gar nicht so schwer. Die Golfclubs sind dort auf Golfer von Kreuzfahrtschiffen vorbereitet und bieten teilweise auch Pauschalen mit Transport an. Bei der Auswahl der Inseln für eine Runde Golf sollte es nicht einfach irgendein Golfplatz sein. Es sollte schon etwas besonderes sein.

Die erste Runde war auf Barbados auf dem Platz des Royal Westmoreland Clubs. Für die zweite Runde hatte ich mir eine der kleineren Inselstaaten ausgesucht. Die Wahl fiel auf St. Kitts & Nevis. Dort gibt es zwei nennenswerte Golfplätze. Einen auf St. Kitts und einen auf Nevis. Da das Schiff in Basseterre auf St. Kitts anlegte, blieb natürlich nur der dort beheimatet Royal St. Kitts GC. Der Platz wurde Mitte der 70er Jahre eröffnet und in 2003 durch den kanadischen Architekten Tom McBroom vollständig umgebaut. Eine Besonderheit des Platzes ist, dass er 2 Löcher direkt an der Karibischen See hat und 3 Löcher direkt am Atlantik. Das hat sonst wohl kein anderer Platz in der Karibik zu bieten.

Um zum Platz zu kommen, nahmen wir einfach unsere Bags auf den Rücken und machten uns auf den Weg zum Taxistand am Hafen. Dort warteten schon viele Taxis auf mögliche Gäste. Wir waren die ersten und nahmen das erste Taxi, was da war. Es war ein älterer Einheimischer, der uns auch etwas über die Insel und seine Geschichte erzählte. Als wir am Golfplatz ankamen, bat er uns sofort an, uns wieder abzuholen. Das Angebot nahmen wir gerne an. Das Clubhaus, welches wie der Platz vom benachbarten Marriott Hotel verwaltet wird, war sehr leer. Ob hier auch mal mehr Golfer als Mitarbeiter sind, weiß ich nicht. Falls es aber immer so leer ist, sehe ich schwarz für die finanzielle Zukunft des Platzes. Da wird auch das mit $165 doch recht happige Greenfee nichts helfen, wenn kaum jemand kommt.

Der Platz beginnt sehr entspannt mit einem mittellangen Par 5 mit breitem Fairway. Das nächste spannende Loch in der karibischen Landschaft ist das kurze Par 4 an Loch 3. Wer wirklich lang abschlage kann, wird hier versuchen, das Grün anzugreifen. Leider sind in der Landezone für die Spieler mit den langen Drives einige Bunker klug platziert. Auf dem Grün von Loch ist man übrigens auch fast im Karibischen Meer. Die restlichen Löcher der ersten 9 ziehen sich dann meist unspektakulär durch das schmale Landesinnere.

Der erste Höhepunkt der zweiten 9, die mir übrigens besser als der erste Teil gefallen haben, ist Loch 12. Ein nettes, recht langes und enges Par 3. Rechts Wasser und links Out of Bounds in einer Wohnungsanlage. Loch 14 bis 17 sind dann der eigentlich Höhepunkt der Anlage hier auf St. Kitts. Das sind die Löcher mit Blick auf den Atlantik und entlang des Ozeans. Und die Löcher sind nicht nur hübsch anzusehen, sie sind teils auch anspruchsvoll. Das Signatur Hole des Platzes ist die 15. Ein Par 3 bergab zum Atlantik, welches auch gut geschützt ist von Palmen und Bunkern. Zum Glück war der Platz sehr leer. Wir haben einiges an Zeit für Fotos verbraucht.

Zum Ende der Runde wurde dann das “offizielle” Jubiläumsfoto für den 500sten Platz gemacht. Es gab noch einen netten Schnack mit den Mitarbeitern und dann brachte uns der Fahrer zurück zum Schiff. Ein gelungener Ausflug. Auch ohne Hilfe der Schiffsbesatzung.

Fazit: Klasse Urlaubsplatz mit allem, was man sich unter Karibik vorstellt

Gespielt am 27.11.2018

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