Ryder Cup 2012: Noch 55 Tage bis zur Nominierung

In 55 Tagen, am 27.August wird José-Maria Olazábal nach Abschluss der Johnnie Walker Championship sein 12-köpfiges Team – zehn festqualifizierte und zwei Captain’s Picks – für den Ryder Cup in Medinah bekanntgegeben. Acht Tage später wird sein US-Pendant Davis Love III seine vier Captain’s Picks veröffentlichen. Der Qualifikationsprozess der Amerikaner für die acht garantierten Plätze endet dagegen bereits mit der PGA Championship in eineinhalb Monaten. Höchste Zeit also schon einmal zu schauen, wie sich die Teams entwickeln werden.

Die Eckpfeiler

Bei den Europäern ist es recht einfach zu sehen, wer garantiert das Team macht. Man muss eigentlich nur auf die Ergebnisse von 2010 blicken und den neuen Modus (erst die 5 Nominierten von der European Points List, dann die 5 von der World Points List) anwenden um ungefähr abschätzen zu können wo die Grenze für 2012 sein wird. 2010 waren 2,2 Millionen Punkte auf der European Points List bzw. 182 Punkte auf der World Points List nötig. Insgesamt fünf europäische Spieler haben diese Zahl mehr als erfüllt und sollten damit eigentlich gesetzt sein. Dies wären:

Rory McIlroy (2.620.352 EP / 350.59 WP)
Ryder Cup Bilanz: 1 Sieg, 1 Niederlage, 2 Unentschieden
Der Nordire wird voraussichtlich auf Jahrzehnte eine feste Größe im europäischen Team sein. Auch wenn er gerade eine kleine Krise durchmacht, weil ihm – auch nach eigener Aussage – ein wenig der Fokus gefehlt hat, ist Rory in beiden europäischen Punktelisten mit Abstand der Führende und mit Sicherheit ein Angstgegner für die Amerikaner.

Luke Donald (1.461.304 EP / 324.26 WP)
Ryder Cup Bilanz: 8 Siege, 2 Niederlagen, 1 Unentschieden
Donald gilt mittlerweile als Matchplay-Gigant und auch seine Ryder-Cup-Bilanz spricht dafür. Der aktuelle Weltranglisten-Erste (und AlGoRa-Dritte) ist natürlich auch im Ryder-Cup-Team gesetzt.

Lee Westwood (1.618.390 EP / 276.22 WP)
Ryder Cup Bilanz: 15 Siege, 11 Niederlagen, 6 Unentschieden
Die spektakulären Erfolge fehlen Westwood wie immer, aber er versteht es wie kein anderer minderwertig besetzte Felder zu dominieren und bei den Majors vorne mitzumischen, so dass am Ende immer genügend Punkte zu Buche stehen um es locker ins Ryder-Cup-Team zu schaffen. 2012 wird seine achte Teilnahme in Folge darstellen.

Justin Rose (1.991.414 EP / 270.44 WP)
Ryder Cup Bilanz: 3 Siege, 1 Niederlage, 0 Unentschieden
2010 wurde Rose von Colin Montgomerie aus dem Team gelassen und dafür bestraft, dass er seine zwei Saisonsiege auf der PGA Tour statt auf der European Tour holte. Das wird ihm dieses Jahr nicht mehr passieren, da die 270 Punkte in der World Points Liste kombiniert mit der Änderung der Qualifikationskriterien locker ausreichen werden, um es ins Team zu schaffen.

Graeme McDowell (1.921.488 EP / 222.82 WP)
Ryder Cup Bilanz: 4 Siege, 2 Niederlagen, 2 Unentschieden
Zwischenzeitig sah es so aus als würde es der Held des Ryder Cups 2010 schwer haben, sich auch 2012 automatisch ins Team zu spielen. Doch dieses Jahr hat er rechtzeitig den Hebel wieder umgelegt dank drei zweiter Plätze bei hoch dotierten Turnieren wie der U.S. Open oder dem Arnold Palmer Invitational.

Bei den Amerikanern kann man leider nicht nach den Ergebnissen der letzten Qualifikation gehen. Weil die Amis damals in der Krise steckten, liegen bereits jetzt mehr Spieler über der Grenze als es Qualifikationsplätze gibt. Ein halbwegs realistisches Szenario scheint die Grenze von 4500 Punkten darzustellen.

Bubba Watson (5326 Punkte) und Webb Simpson (4457 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 1 Sieg, 3 Niederlagen (Watson) / Rookie (Simpson)
Ein Majorsieg in einem Ryder-Cup-Jahr ist noch keine automatische Garantie für einen Platz im Team der USA: Man frage nur einmal Rich Beem und Todd Hamilton, die im gleichen Jahr sogar noch einen weiteren PGA-Tour-Sieg hatten. Aber weder Watson noch Simpson dürften in Gefahr geraten als One-Hit-Wonder durchzugehen. Und mit 4500 Punkten dürften sie ebensowenig Probleme haben, es automatisch ins Team von Davis Love III zu schaffen.

Jason Dufner (5289 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Als zweiter des aktuellen U.S. Rankings hat Dufner keine Probleme sich automatisch ins Team zu spielen. Das wäre vor wenigen Wochen noch eine gute Nachricht für die Europäer gewesen, schließlich galt Dufner nicht gerade als nervenstark. Doch jetzt, als zweifacher PGA-Tour-Sieger, wird Davis Love III keinerlei Bedenken haben, Dufner aufzustellen.

Tiger Woods (4669 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 12 Siege, 14 Niederlagen, 2 Unentschieden
Es hätte kommen können, was wollen: Tiger Woods wäre dabei gewesen. Das haben der Ryder Cup 2010 und der Presidents Cup 2011 bewiesen. Doch dieses Jahr ist es nicht nur eine Verbeugung vor den TV-Anstalten und Sponsoren, 2012 gehört Woods mit bis dato drei Siegen auch sportlich ins Team.

Phil Mickelson (4107 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 11 Siege, 17 Niederlagen, 6 Unentschieden
Der größte Loser der Ryder-Cup-Geschichte wird auch 2012 dabei sein. Mit seiner 17. Niederlage hat sich Mickelson dieses Image im vergangenen Jahr erworben. Dabei ist dies ein recht unfaires Urteil, das in erster Linie seinen vielen Teilnahmen geschuldet ist: dieses Jahr wird er zum neunten Mal in Folge dabei sein. Allerdings kam er selten mit einer schwächeren Form zum Ryder Cup. Doch weil er 2011 und zu Beginn dieses Jahres gut vorgearbeitet hat, kann Phil the Thrill kaum aus den automatischen Qualifikationsplätzen verdrängt werden.

Steve Stricker (2544 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 3 Siege, 3 Niederlagen, 1 Unentschieden
Jim Furyk (2571 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 8 Siege, 15 Niederlagen, 4 Unentschieden
Irgendwie glaubt man, Stricker sei ein uraltes Ryder-Cup-Schlachtross, aber er war bisher erst zwei Mal dabei. Doch kombiniert mit seinen Auftritten beim Presidents Cup (und aufgrund seines blinden Verständnis mit Tiger Woods in den Vierern) gilt Stricker als unverzichtbar. Das Gleiche gilt für Jim Furyk, der ebenso wie Stricker weit von der direkten Qualifikation entfernt liegt. Warum sie dennoch hier als Eckpfeiler aufgeführt sind? Vor wenigen Tagen gab Davis Love III ein Interview, in dem er angesprochen auf seine Captain’s Picks dem Duo quasi eine Carte Blanche ausstellte. “Wenn man sich die Teams der letzten Zeit anschaut muss man sich fragen wo bei uns im Moment die Stabilität ist. Wo ist Furyk? Wie kann man ohne Steve Stricker spielen?”

Safe Bets:

Paul Lawrie (2.000.934 EP / 173.39 WP)
Ryder Cup Bilanz: 3 Siege, 1 Niederlage, 1 Unentschieden
Aktuell wird gerade diskutiert, ob Paul Lawrie den Ryder-Cup-Kapitän für 2014 machen soll. Recht amüsant, denn der Schotte dürfte 2012 noch einmal selber aktiv werden. Seine Taktik durch den Verzicht auf die U.S. Open in den Wochen danach den Platz in Olazábals Team endgültig einzutüten ist zwar nicht aufgegangen, aber Lawrie fehlt mittlerweile wirklich nur noch Kleingeld um zu 100% dabei zu sein. Wenn er sich nicht verletzt, dürfte der zweiten Teilnahme – nach 1999 – nichts im Wege stehen.

Sergio Garcia (1.441.350 EP / 155.58 WP)
Ryder Cup Bilanz: 14 Siege, 6 Niederlagen, 4 Unentschieden
Sergio Garcia hat einen Vorteil gegenüber anderen Europäern. Er ist bekannt dafür, sein Spiel beim Ryder Cup auf ein höheres Niveau zu heben. Daher wäre es vermutlich auch nicht schlimm, sollte er seinen aktuellen neunten Platz verlieren. Sein Landsmann Olazábal würde kaum daran vorbeikommen, einen der Captain’s Picks auf ihn zu verwenden.

Matt Kuchar (4043 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 1 Sieg, 1 Niederlage, 2 Unentschieden
Mit der Players Championship hat Kuchar in diesem Jahr seinen Ritterschlag erhalten, schließlich ist es das höchstdotierte und bestbesetzte Turnier der PGA Tour. Fünf weitere Top-Ten-Platzierungen, darunter beim Masters, der WGC-Cadillac und vor allem dem Accenture Match Play machen Kuchar zum unverzichtbaren Teil des US-Teams. Zumal er ein idealer Vierer-Partner für seinen Buddy Mickelson wäre.

Hunter Mahan (3864 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 3 Siege, 2 Niederlage, 3 Unentschieden
Es gibt nicht viele Spieler im US-Team, die eine positive Ryder-Cup-Bilanz haben. Alleine das schon sollte – trotz der geringen Ausgangsbasis – ein Pluspunkt für Mahan sein, auch wenn viele immer noch glauben er sei ein Matchplay-Nervenbündel. Nur weil er ein Loch mit einem schlechten Chip verloren hat, der am Ausgang des Matches kaum etwas geändert hätte. Außerdem können nicht viele Amerikaner von sich behaupten bereits zwei Saisonsiege eingefahren zu haben, darunter eine World Golf Championship. Rein von den Punkten kann sich Mahan seines Platzes noch nicht sicher sein, aber es fällt schwer zu glauben, dass Davis Love III keinen Captain’s Pick auf ihn opfern würde.

Auf der Kippe

Martin Kaymer (1.779.612 EP / 166.93 WP)
Ryder Cup Bilanz: 2 Siege, 1 Niederlage, 1 Unentschieden
Würde man mir heute eine Pistole auf die Brust setzen und fragen, ob Martin Kaymer beim Ryder Cup dabei sein wird, würde ich immer noch Ja sagen. Aber langsam wird es dann doch eng. Zwar hat Kammer vor allem in der World Points List noch einen halbwegs komfortablen Vorsprung, aber wie besorgt der Deutsche sogar selber um den Platz in Medinah ist, sieht man daran, dass er kurzfristig auch noch für die Scottish Open gemeldet hat. Denn eines ist klar: Illusionen über einen Captain’s Pick braucht er sich keine zu machen. Zu wenig überzeugend war sein Debüt 2010, und eine zu katastrophale Aussage über seine aktuelle Form wäre es, wenn er trotz riesigem Vorsprung in 2011 die direkte Quali noch verspielt. Zwei Zahlen illustrieren dies sehr deutlich: Nur 28% seiner European Points und 32% seiner World Points hat Kaymer in 2012 erspielt.

Peter Hanson (1.744.907 EP / 168.46 WP)
Ryder Cup Bilanz: 1 Sieg, 2 Niederlagen
Eine gute Phase zur rechten Zeit (2 WGCs, 1 Major) hat den Schweden, der sich 2010 in letzter Sekunde ins Team rettete, auch 2012 wieder in eine gute Ausgangslage gebracht. Wie Kaymer muss sich allerdings wohl auch Hanson in jedem Fall direkt qualifizieren. Das sieht zwar aktuell noch gut aus, aber zwei verpasste Cuts in den letzten drei Starts lassen die Luft wieder ein wenig dünner werden.

Rafael Cabrera-Bello (1.368.762 EP / 134.42 WP)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Mit seinem zweiten Platz in Irland hat sich Cabrera Bello aktuell auf den letzten Platz im Team gespielt. Allerdings hat er bisher nicht die Konstanz bewiesen um diesen Platz auf Dauer verteidigen zu können. Daher könnte die Momentaufnahme von kurzer Dauer bleiben.

Zach Johnson (3325 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 3 Siege, 3 Niederlagen, 1 Unentschieden
Nur 40.000 Dollar trennen Zach Johnson als derzeit letzten automatisch Qualifizierten von seinem nächsten Verfolger. Und das obwohl er sechs herausragende Wochen hatte, in denen er in vier Starts einen Sieg und zwei zweite Plätze einsackte. Doch seit dem Sieg beim Colonial fiel die Form wieder stark ab, und bei den letzten drei Starts reichte es nicht einmal für die Top 40. Allerdings hat Johnson noch einen starken Verbündeten sollte er aus den Top 8 fallen: Gott! Davis Love III ist wie Johnson eifriges Mitglied des Bibelkreises auf der PGA Tour.

Weder Fisch, noch Fleisch

Gonzalo Fernandez-Castano (1.522.017 EP / 128.30 WP)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Mit seinem zweiten Platz bei der Irish Open hat Rafael Cabrera-Bello seinen Landsmann Castano aktuell wieder aus dem Team geworfen. Die beiden Spanier und der Belgier Colsaerts liegen ganz eng beieinander und könnten wochenweise den finalen Platz im Team wechseln. Doch wie bei der Formel 1 freuen sich vielleicht auch hier die dahinterliegenden über die Positionskämpfe und könnten vorbeiziehen.

Nicolas Colsaerts (1.437.991 EP / 126.88 WP)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Aufgrund seiner Länge und seiner Bilanz im Volvo World Match Play gilt der Belgier gemeinhin als Matchplay-Spezialist. Allerdings steht noch der Beweis aus, dass diese Bilanz nicht nur auf diesen speziellen Platz begrenzt ist. Da Colsaerts seither nicht ein Top-25-Ergebnis erzielt hat, zeigt seine Tendenz eher nach unten als Richtung Medinah.

Thomas Björn (1.099.108 EP / 118.71 WP)
Ryder Cup Bilanz: 3 Siege, 2 Niederlagen, 1 Unentschieden
Im vergangenen Jahr noch als Vize-Kapitän tätig, könnte Björn erstmals seit 10 Jahren wieder als Spieler ins Geschehen eingreifen. Aktuell 16 Weltranglistenpunkte hinter dem zehnten Platz, hält sich der Däne mit Top-Ten-Platzierungen zwar immer in Schlagdistanz, so ganz kann man ihm den Sprung aber nicht zutrauen.

Alvaro Quiros (1.326.900 EP / 91.88 WP)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Schon 2010 war Quitos immer im erweiterten Kandidatenkreis für das europäische Team, scheiterte aber ebenso wie er es vermutlich 2012 tun wird. Denn mit nur zwei Top-25-Ergebnissen in diesem Jahr kann man sich nicht nach vorne spielen.

Keegan Bradley (3284 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Sein Sieg bei der PGA Championship kam ein Jahr zu früh, sonst hätte er deutlich mehr Punkte auf dem Konto. So wird es für ihn jedoch schwer, es ins Ryder-Cup-Team zu schaffen. Denn 2012 war für den 26-Jährigen ein Auf und Ab mit deutlich mehr Ab: seit drei Monaten wartet er auf ein Top-20-Ergebnis.

Rickie Fowler (3174 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 0 Siege, 1 Niederlage, 2 Unentschieden
Obwohl sieglos geblieben machte Fowler mit seinem Comeback im Einzel Eindruck bei seinem ersten Ryder-Cup-Einsatz. Sicherlich hat er das Potenzial sich noch ins Team zu spielen wie man vor kurzem an seinen vier Top Tens innerhalb von fünf Wochen gesehen hat. Seither tritt er jedoch ein wenig auf der Stelle.

Auf dem Sprung

Ian Poulter (684.827 EP / 117.52 WP)
Ryder Cup Bilanz: 8 Siege, 3 Niederlagen
José-Maria Olazábal wäre sicherlich nicht Unglück, wenn sich Poulter noch ins Team spielen würde. Immerhin hat kaum einer im europäischen Kader eine so gute Ryder Cup Bilanz oder sich auch bei anderen Gelegenheiten als echter Matchplay-Könner erwiesen. Tatsächlich zeigt der Engländer auch erste Ansätze, sich aus seinem Loch zu kämpfen. Angesichts zweier bevorstehender Majors sind die 17 Punkte Abstand zum letzten Platz durchaus machbar.

Francesco Molinari (1.279.746 EP / 121.89 WP)
Ryder Cup Bilanz: 0 Siege, 2 Niederlagen, 1 Unentschieden
Beim letzten Ryder Cup wurde Molinari jr. von einem Schnellzug namens Tiger Woods überfahren. Obwohl der Italiener eine starke Runde spielte, war nach 15 Loch für ihn Schluss. Von daher muss man seine negative Bilanz vorsichtig sehen. Sollte er sich qualifizieren, wird er dieses Mal wohl ohne Bruder Edoardo spielen müssen. Aktuell liegt Francesco in einem dicht gedrängten Verfolgerfeld, aber seine letzten Ergebnisse zeugen von aufsteigender Form und könnten ihn eventuell wieder in letzter Minute ins Team hieven.

Dustin Johnson (2639 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: 1 Sieg, 3 Niederlagen
Sein Ryder Cup Debüt wäre beinahe zum Desaster geworden, doch glücklicherweise lief ihm im Einzel Martin Kaymer vor den Driver. Johnsons Vorteil ist, dass er gleich nach seiner längeren Verletzungspause mit einem Sieg zurückgekehrt ist. Daher dürfte ihm die fehlende Zeit gutgeschrieben werden wenn Davis Love III seine Captain’s Picks bestimmt.

Bo Van Pelt (2662 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Als Rookie dürfte es Van Pelt schwer fallen auf einen Captain’s Pick zu spekulieren. Doch in der vergangenen Woche dürfte er noch einmal viel Selbstbewusstsein getankt haben um es aus eigener Kraft noch ins Team zu schaffen. Es braucht sicher gute Ergebnisse bei den verbleibenden Majors, aber Van Pellt hat das Zeug dazu.

Dark Horses

Ross Fisher (563.081 EP / 52.63 WP)
Ryder Cup Bilanz: 2 Siege, 2 Niederlagen
Man hat schon fast vergessen, dass Ross Fisher im letzten Ryder Cup Aufgebot war, so sehr ist er seither in der Versenkung abgetaucht. Er hat noch Welten zurückzulegen um seinen Rückstand wett zu machen, aber Fisher hat seine letzten vier Turniere als 6., 2., 8. und 10. abgeschlossen. Wenn er das halten kann, ist vieles möglich.

Padraig Harrington (721.662 EP / 91.36 WP)
Ryder Cup Bilanz: 9 Siege, 13 Niederlagen, 3 Unentschieden
Seine Nominierung für das letzte Ryder-Cup-Team war mehr als kontrovers, und der Ire hat sie auch nicht gerade mit Leistung zurückgezahlt. Für 2012 schien er meilenweit von einem Platz im Team entfernt zu sein, doch ausgerechnet jetzt zeigt Harrington Ansätze von alter Form. Zuletzt absolvierte er vier Turniere in Folge in den Top 15. Und da Padraig ein Links-Liebhaber ist und mit der Scottish Open, der Open Championship und sogar der PGA Championship drei punkteträchtige Links-Turniere anstehen, sollte man Harrington auf gar keinen Fall schon abschreiben.

Brandt Snedeker (2145 Punkte)
Ryder Cup Bilanz: Rookie
Bei Snedeker kommt es ganz drauf an wie schnell und gut er seine Verletzung überwunden hat. Denn vor ihr war er auf einem guten Weg Richtung Ryder Cup. Allerdings müssten für ihn schon mehr als ein Turniersieg her um noch die direkte Qualifikation zu schaffen. Aber wenn Snedeker einmal die Form hat, hält er sie für gewöhnlich auch gleich für mehrere Wochen.

  1. Super Artikel!!! Besten Dank dafür!

    Kleinen Tippfehlern und Autokorrekturen (…für den Ryder Cup in Media bekanntgegeben…) sind wohl drin, diesen finde ich am besten:

    “…ohne Bruder Eldorado…”

    sh. bei F. Molinari :-)))) GREAT!

  2. Dann bringe ich noch ein Dark Horse ins Rennen, bei dem jetzt alle mit dem Kopf schütteln werden:Darren Clarke.

    Er wird dieses Wochenende in Paris eine Top30 Platzierung spielen, bei der Open eine Top10 und dann die Johnny Walker Championship einige Minuten vor Olazabals Bekanntgebung der Namen gewinnen.

    Er ist von allen im Team geschätzt, ein Garant für gute Stimmung und ein erfolgreicher und erfahrener Partner für Westwood.
    Kann man auf diesen Tip irgendwo ein paar Euro setzen?

  3. Danke,
    tolle Übersicht der möglichen Teamzusammenstellungen.

    Besonders die Situation von Martin Kaymer ist mehr als zutreffend.
    Ich kenne in Deutschland keinen, der das Thema sonst diskutiert,
    gleiches gilt bzgl. der Frage, hat Kaymer mit Sportyard eigentlich das richtige Management?

    Bei der Sky Telefonaktion konnte ich diese Fragen auch nicht platzieren.

    Noch ein Traum, wenn alles optimal läuft, Marcel Siem. Die Hoffnung stirbt bekanntlich ja …

  4. Das Thema MK will halt keiner wirklich Ansprechen.

    Siem zum RC ist schon ein sehr großer Traum. Fast zu groß.
    Er braucht geschätze 110 Weltranglistenpunkte. das sind min 3 Siege auf der ET (eigentlich 4). oder ein Major. Und über die €-Liste müsste er nochmal das doppelte Einspielen als das was er jetzt schon geschafft hat. WEnn du keine WGC und Majors spielen kannst, ist es eigentlich unmöglich ins Europäische Team zu kommen.

    Vom Unterhaltungswert und Spielstärke dieses Jahr würde er mit Sicherheit gut passen.

    Spieler für die WC,falls sie sich nicht qualifizieren, wären Garcia, Poulter, Harrington, Fisher. Glaube auch in der Reigenfolge.

  5. Hallo Rüdiger.
    Habe gerade nochmals die OWGR-Punkte für Paris nachgerechnet;
    komme (leider) aber nur auf 46 Punkte für Marcel.
    World = 237 + Home = 45 ergibt gesammt 282. Wie sieht denn Deine
    Berechnung aus?

    Gruß Rudi

  6. Danke. Morgen früh wissen wir es dann genau.
    Vielleicht haben sie ja Peter + Paul (Lawrie) verwechselt?
    Dem Marcel dürfte das sowas von egal sein.
    OT: Sandra gerade mit einem Triple…..

  7. sehr schöner artikel, besten dank.

    wird wohl noch richtig spannend in den nächsten wochen, wer sich für das europa team qualifizieren kann. siem als captains pick wäre natürlich einmalig – und dann zusammen mit seinem kumpel colsaerts im bestball vierer…

    daumen drücken!

  8. Der Grund warum Marcel auf keinen Fall eine WC bekommen wird: Weil Wild Card´s nicht nur nach momentaner Spielstärke vergeben werden sondern der Captain des jeweiligen Landes zwei Dinge auf seiner Prioritätliste weiter oben haben wird.
    1. Ist der Spieler mein Buddy oder ist er es nicht
    2. Was sagt das Fernsehen dazu? (ok in USA ist das wichtiger als in God-old-Europe aber trotzdem)

  9. @eisbaer:

    ich glaube, dass olazabal so zielorientiert denken wird, dass dein punkt 1 nicht zum tragen kommt. die stärksten werden spielen – gerade weil sich der qualifikationsprozess über einen langen zeitraum hinzieht und ein sieg bei einem grossen turnier zu beginn der qualiphase starke auswirkungen auf die ranglisten hat (siehe kaymer…), sind “heisse” spieler aus den wochen vor dem ryder cup aspiranten für die wild cards.

    jeder auf der tour – mit sicherheit mittlerweile auch olazabal – weiss, welcher typ spieler siem ist: ultra aggressiv mit vielen birdies und dem ein oder anderen doppelbogey. und bei welchem format ist das besonders von vorteil…?

    lass und doch weiter träumen!

  10. Tut mir leid, aber ich hoffe im Sinne einer erfolgreichen Titelverteidigung, dass Martin Kaymer sich nicht für das Ryder-Cup-Team qualifiziert und auch keinen Captain´s Pick bekommt. In seiner derzeitigen Form ist er der Mannschaft keine Hilfe. Ich drücke Europa wie immer die Daumen, auch wenn kein Deutscher dabei ist.

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