Seddiner See – Nordkurs

Unsere Bewertung

5 Reisegolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Dieses Jahr wollte ich den Fokus mal wieder etwas mehr auf Plätze in Deutschland legen. Bisher sind meine meisten gespielten Plätze im Norden oder im Westen der Republik. Letzte Woche habe ich mit meinem Quest für 2019 dann mal im Raum Berlin begonnen, wo auch noch einige Lücken sind. Am Tag nach Gatow hatte ich eine Startzeit am Seddiner See gebucht. Nachdem ich vor eine paar Jahren schon den Südplatz gespielt hatte, war nun mal der von Rainer Preissmann designte Nordplatz dran.

Am Vortag gab es noch perfektes Wetter in und um Berlin. Sonne, ein paar Wolken und schön warm. Auch am Abend konnte ich noch mit kurzen Ärmeln mit Freunden draussen sitzen. In der Nacht kam dann leider ein Regengebiet und es begann eine Art Dauernieselregen. Nicht so schön. Aber wenn man schon einmal hier ist, spielt man natürlich seine Runde.

Der Club am Seddiner See gehört zu den Clubs, die in der ersten Hälfte der 90er Jahre nach der Wende rund um Berlin entstanden. Viele der Initiatoren hatten sicher große Ziele und sahen das große Geld auf sich zu kommen. Das war sicher auch am Seddiner See der Fall. Robert Trent Jones jr. wurde engagiert, um den Südplatz zu designen. Dieser gehört heute zu den besten 50 Plätzen in Deutschland. Und wer auf den Parkplatz fährt, wird mir zustimmen, dass das Clubhaus auch nicht zu den bescheidensten in Deutschland gehört.

Der erste Platz der Anlage war aber der Nordplatz. Hier wurde in meist Ackerland ein interessanter Kurs gebaut. Flaches und offenes Gelände, welches manchmal am Wald entlang führt. Was mir an dem Nordplatz am Seddiner See sehr gut gefallen hat, war die Ausgeglichenheit. Der Platz ist fair gestaltet. Ich hatte nie das Gefühl, dass ein Loch zu schwer für mich war. Und trotzdem waren oft genug Optionen da. Gutes Beispiel dafür ist z.B. Loch 5. Ein relativ kurzes Par 4, bei dem knapp 180 Meter hinter dem Abschlag ein Wassergraben positioniert war. Hier kann der Spieler der dies nicht Carry schafft, locker vorlegen und dann mit 2 Schlägen zum Grün kommen. Der besserer Spieler hat, wenn er seinen Abschlag gerade lässt, nur noch einen kurzen Schlag ins Grün. Sowas gefällt mir.

Ein anderes schönes Beispiel für ein nettes, faires Loch ist die 13. Ein nicht zu langes Par 5, bei dem der Scatchspieler das Grün auch sicher mit 2 Schläger erreichen kann. Er muss eben nur präzise den Ball zum Fairway schlagen und dann die Bunkerlandschaft mit 6 Bunkern vor dem Grün überspielen. Einen „Rentnereingang“ gibt es hier nur, wenn man das Loch über rechts durch das Semirough angreift. Wie gesagt, der Platz ist sehr ordentlich und machte trotz des Nieselregens mit dem ich die ganzen 18 Loch zu kämpfen hatte, Spaß. Nichts herausragendes, aber ein richtig guter Platz, auf dem auch Spieler mit höherem Handicap Spass haben können.

Fazit: Keine deutsche Spitzenklasse, aber ein guter, anständigen Platz

Gespielt am 22.05.2019

Zusammenfassung
Gespielt am
Bewerteter Platz
Seddiner See Nord
Bewertung
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2 Comments

  • Hintermayr sagt:

    Hallo,
    ich freue mich immer auf Ihre „Neuerscheinungen“ und umso mehr, wenn ich den Platz auch kenne, wie z. B. diesen hier.
    Meist decken sich Ihre Erfahrungen auch mit meinen. Da erkennt man, dass man nicht ganz auf der falschen Spur mit seiner Meinung ist.
    Wenn ich so manche Golfplatzbewertung auf anderen Seiten lese, so denke ich:
    Ja wo haben denn die gespielt? Bei mir war das ganz anders!
    Da werden ganz normalen Durchschnittsplätzen 5 Sterne zugesprochen und somit Valderama oder St. Eurach oder Winston-Golf gleichgestellt. Geschmäcker sind halt verschieden. Aber nur weil die Sonne schien und der Wurstsalat üppig war, muss ich nicht jeder Wiese Höchstprädikate verleihen.

    Machen Sie so informativ und neutral weiter – ein treuer Leser

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