Großartiger, klassischer Harry Colt Platz
Reisegolfer
7
Pluspunkte
Ein echter Harry Colt
Einzigartige Kollektion an Par 3s
116 Bunker = 116 Pluspunkte
Fantastisches Finish
Negativpunkte
Par 5 Löcher vergleichsweise schwach
7

Frankreich ist das Land auf der Welt mit den meisten ausländischen Besuchern auf der Welt pro Jahr. Auf jeden Fall war das vor dieser Pandemie der Fall. Wieviele davon wegen des Golfspiels dort hin kommen, kann ich nicht sagen. Wird aber wohl die Minderheit sein. Für Golfer sollte Frankreich aber ein Topziel sein. 6 der besten 20 Plätze in Europa (ohne UK und Irland) befinden sich dort. 3 davon kann man auch ohne große Probleme spielen. Das war auch der Grund, warum der Reisegolfer im Juli nach Paris fuhr, um ein paar davon zu spielen. Das erste Ziel war der Platz in St. Germain westlich der französischen Hauptstadt.

Der Club in St. Germain wurde 1907 gegründet und 1920 zog man an seinen heutigen Platz, da der alte Ort an der Seine immer wieder überflutet war. Man heuerte also einen der besten Architekten dieser Zeit an und Harry Colt designte den Platz im Wald etwas nordwestlich des Ortes St. Germain. Wenn man die Eingangskontrolle mit dem (sehr netten) Pförtner überstanden hat, kommt man zu einem Ort, der einen teils in eine vergangene Zeit zurückführt. Caddymaster, eine Drehscheibe, an dem man seine Vorgabe ablesen kann und ein hübsches, altes Clubhaus.

Der Höhepunkt ist aber der Platz. Es war für mich eine tolle Mischung aus Wohlfühlen und Herausforderungen. Der Platz in St. Germain bietet für meinen Geschmack mit das beste Set an Par 3 Löchern in Kontinentaleuropa. Natürlich gibt es auch viele andere gute Par 3 Löcher in Europa. Hier aber war jedes für sich unterschiedlich und auf seine Art klasse. Dazu gab es einige richtig gute und schwere Par 4 Löcher. Mein Favorit bei diesen war Loch 10. Auf den ersten Blick für manche vielleicht nicht so spektakulär, aber je näher man dem Grün kommt, umso interessanter wird es.

Das Highlight bei meinem Favoriten ist aber das stark erhöhte und von 4 Bunkern geschützte Grün. Einen “Rentnereingang” sucht man hier vergebens. Und wenn der Ball nicht auf dem Grün stoppt, dann muss man gefühlt 4 Meter hoch spielen, um den Ball auf das Grün zu bringen. Machte viel Spaß. Die Par 5 Löcher waren recht nett, aber nichts herausragendes. Sie sind auch der Grund, warum ich hier nur eine 7 vergeben habe.

Nachdem man das zweite Mal die Schienen einer stillgelegten Bahn überquert hat, kommt man zu den beiden großartigen Abschlusslöchern des Kurses. Zuerst ein Par 3 mit einem auf einem Plateau liegenden Grün, bei dem der Ball schon besser auf dem Grün liegen bleiben sollte. Die 18 ist dann ein 380m Par 4, welches von einem erhöhten Abschlag startet. Hier sieht man zwar nicht das Fairway, aber 4 große Bunker in knapp 150 Meter Entfernung. Wenn man diese sauber überquert hat und gut auf dem Fairways liegt, ist der Weg zum Grün frei, wenn man gerade spielt. Schönes Loch.

Wer nach der Runde auf dem 18-Loch Platz mit seinen 116 Bunkern noch nicht genug hat, kann sich anschliessend noch auf dem sehr netten 9-Loch Genets Kurs austoben. Dieser liegt im Wald zwischen den Löchern 10 und 15-18 des Hauptplatzes. Wer dazu keine Lust hat, kann auf der schönen Terrasse des alten Clubhauses französische Küche geniessen. Ein schöner Golftag, der meine hohen Erwartungen, die vorher hatte, sogar übertroffen hat. Schön ist auch, dass man in St. Germain im Gegensatz zu anderen Topplätzen um Paris in der Woche ohne Probleme eine Startzeit bekommt.

Gespielt am 16.07.21

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