Verden

Unsere Bewertung

3 Reisegolfer

3 Linksgolfer

Erklärung der Bewertungsskala

Rund um Bremen befinden sich so einige Golfplätze. Die meisten davon wurden während der Boomjahre des Golfsports in Deutschland gegründet. Einer von denen ist der GC Verden etwas südlich der Hansestadt.

Der Club in Verden wurde 1988 gegründet und ab 1993 konnte man dort auf 18 Loch spielen. Und 2021 hatte ich dann man mal die Möglichkeit, den Platz dort zu testen. Da meine Runde dort mit der ersten Runde des Jahres der Donnerstags-Senioren dort zusammenfiel und diese irgendwie alle drei 9-Löcher des Platzes in Beschlag nahmen, musste ich sehr früh starten. Meine Startzeit für den A-Kurs war um 08:45 und ich hatte 95 Minuten, um die ersten 9-Loch pünktlich für die zweiten Neun zu beenden.

Ich kam von Hamburg wunderbar durch und war schon um kurz nach 08:00 Uhr vor Ort. Also hatte ich massig Zeit. Auf dem Parkplatz war ausser mir nur noch ein Auto, aber es war niemand zu sehen. Im Clubhaus war auch noch keiner. Man hatte dort, außer der Greenfeebox für die Umschläge zur Bezahlung, sogar ein Kartenlesegerät für kontaktloses bezahlen. Das hatte ich vorher noch nie gesehen. Find ich eine tolle Einrichtung. Bequem und mit der Zeit gehend.

Die Anlage besteht aus drei 9-Loch Kursen. Zwei gehen mehr durch waldiges Gebiet und der B-Kurs ist in eher offenem Gelände und moderner gestaltet. Ich hatte mich für den Tag für den A und den B Kurs entschieden. Die Runde beginnt nach einem kleinen Spaziergang vom Parkplatz anständig mit einem soliden 324m Par 4. In der Landezone des Abschlags ist rechts ein Bunker und vor dem Grün sind ein See und ein Wassergraben installiert. Das Loch ist etwas herausfordernd, aber das Grün ist durchaus mit 2 Schlägen zu erreichen. Das Par 5 an der 2 ist mit 473 Metern nicht sehr lang, aber das Doppeldogleg erwartet präzise Schläge.

Der nächste längere Weg ist dann die Strecke zum Abschlag von Loch 3. Womöglich habe ich nicht genug geschaut. Auf jeden Fall bin über den Parkplatz und die Zufahrtstrasse zum Club gegangen. Kam mir nicht ganz richtig vor. Die nächsten Löcher in Verden sind ganz in Ordnung und die Wege durch den Wald waren manchmal wieder etwas länger. Erwähnenswert bei den Golflöchern ist aus meiner Sicht dann das Loch A5. Par 4 mit Doppeldogleg. Wer lang genug schlagen kann, spielt aber über einen See und hat dann vom Fairway nur noch knapp 80-90 Meter bis zum Grün zu spielen. Interessantes Loch.

Bei 6 der 9 Löcher auf den ersten 9 kommt übrigens Wasser in Form von Seen ins Spiel. Und nicht nur als Graben, wie es sonst oft der Fall ist in Norddeutschland. Meine 9 Loch hatte ich nach 70 Minuten beendet und war nach einer längeren Wanderung zu früh am Abschlag von B1. Hier war ich wieder alleine und niemand war zu sehen. Also kurz online meine Startzeit vorgezogen und los ging es.

Die zweiten 9 (der B-Kurs) sind wesentlich offener gestaltet und auch moderner. Das ist am besten an den Grünkomplexen zu sehen. Die passen irgendwie nicht zu den anderen auf dem A-Kurs. Und mit moderner meine ich in diesem Fall besser. Hier sind auch wesentlich mehr Fairwaybunker im Spiel. Das macht das ganze interessanter. Etwas gestört haben mich die Löcher 5 und 6. Die wirken irgendwie, als hätte man sie dort platziert, weil woanders kein Platz mehr war. Und dazu musste man auch viele Schilder aufstellen, damit man sie auch findet. Ohne Schilder wäre ich von Loch 4 direkt zur 7 gegangen. Dort aber irritierte mich, dass dort mit einem Mal ein Flight vor mir war. Das konnte nicht sein.

Nachdem ich Loch 8 fast verpasst hätte, gab es zum Abschluss dann das längste und am schwersten geratete Loch des Platzes. Ein 477 Meter Par 5, bei dem mit dem dritten Schlag ein See überspielt werden muss. Hier wird man zum Ende nochmal mit Länge und Präzision gefordert. Der Platz ist zusammengefasst in Ordnung, hat aber zusätzlich zu den langen Wegen auch andere Schwächen. Das Routing empfand ich manchmal als seltsam. Und zu der Gastronomie in Verden kann ich, wie so oft in diesem Corona Frühling, leider auch nichts sagen. Die war leider nicht geöffnet. Also wurde alles wieder ins Auto gepackt und es ging zurück über die A1 nach Hamburg.

Fazit: Ganz in Ordnung. Gibt schlechtere Plätze in Norddeutschland

Gespielt am 06.05.21

1 Comment

  • Torsten sagt:

    Sehr schöne Beschreibung
    Die Wege sind nur auf A lang und könnten für auswärtige Besucher besser beschildert sein!

    Kurs C war ein Kraftakt, aber trotzdem toll ondulierte Grüns. Das hättest du erwähnen
    können!

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