Die World Golf Hall of Fame als Pyramide

Vor einigen Jahren präsentierte der bekannte amerikanische Sportjournalist Bill Simmons in einer Kolumne seinen Vorschlag zu einer Revolutionierung der Baseball Hall of Fame. Während einer Autofahrt mit Freunden hatte er diskutiert, dass es in der Hall of Fame keine Abstufungen gäbe: die größten Superstars stünden auf einer Stufe mit einfach nur überdurchschnittlichen Spielern. Würde jemand die Hall of Fame betreten, der noch nie etwas von Baseball gehört hat, hätte er nach seinem Rundgang immer noch keine echte Ahnung über die Größen des Sports. Ihre Lösung für das Dilemma: der Aufbau der Hall of Fame als Pyramide in der man sich von Basis-Hall-of-Famern im Erdgeschoss zu den absolut Größten in der Spitze hocharbeiten kann.

Auch der Golfsport hat eine Ruhmeshalle. 1974 wurde die World Golf Hall of Fame in Pinehurst eröffnet und 1998 ins floridianische St. Augustine transportiert, wo man sie mit der Hall of Fame of Women’s Golf zusammenlegte und so eine Pilgerstätte schuf, die als eine der wenigen Männer und Frauen berücksichtigt. 144 Mitglieder – 110 Männer und 34 Frauen – umfasst sie ab kommenden Mai und beinhaltet dabei neben offensichtlichen Mitgliedern wie Jack Nicklaus auch Stirnrunzler wie den ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bush. Es wäre also höchste Zeit, auch die World Golf Hall of Fame in Pyramidenform zu bringen. Und so könnte die Belegung der Stockwerke aussehen.

Sonderausstellung (31 Mitglieder)

Hier finden sich diejenigen Hall-of-Fame-Mitglieder, die nicht wegen ihrer sportlichen Leistungen sondern als Förderer des Sports aufgenommen wurden wie etwa Architekten, Prominente, Journalisten oder Präsidenten – sei es der USA oder einer der führenden Golf-Organisationen. 3

Prominente
Bing Crosby
Bob Hope
Dinah Shore

Politiker
George H.W. Bush
Dwight D. Eisenhower

Architekten
Pete Dye
Alister MacKenzie
Charles B. MacDonald
Robert Trent Jones Sr
Willie Park Jr
Donald Ross

Journalisten
Peter Alliss
Frank Chirkinian
Bernard Darwin
Herb Graffis
Bob Harlow
Dan Jenkins
Ken Venturi
Herbert Warren Wind

Funktionäre
Deane Beman
Judy Bell
William Campbell
Neil Coles
Fred Corcoran
Joseph Dey
John Jacobs
Clifford Roberts

Sonstige
Harvey Penick (Trainer)
Karsten Solheim (Schlägerbauer)
Mark McCormack (Agent)
Richard Tufts (Pinehurst-Gründer)

Keller (14 Mitglieder)

Es gibt eine Handvoll Golfer, die ihren Weg in die Hall of Fame nicht nur durch ihre sportlichen Leistungen gefunden haben. Einige von ihnen – wie Kel Nagle oder Masashi Ozaki – sind dabei, damit sich die Ruhmeshalle als international aufgeschlossen zeigen kann, ein anderer ist aus Scham dabei. Charlie Sifford hat beispielsweise keine großen Erfolge zu verzeichnen, aber dies lag nicht an ihm. Als Afro-Amerikaner gab ihm der Golfsport nie eine Chance. Deshalb gehört er natürlich in die Hall of Fame, aber leider wird man nie abschätzen können wie er sportlich einzuordnen ist. So müsste man ihn leider zu den Golfern im Kellergeschoss einordnen, allerdings sollte man ihm entweder einen exponierten Platz einräumen – oder eine eigene Ecke in der Sonderausstellung mit Spielern wie Lee Elder zusammen.

Mitglieder
Isao Aoki (2 Major Top-5s, 51 Japan Tour Siege)
Joe Carr (3x Amateur Championship)
Bob Charles (1x Open, 6 PGA Tour Siege, 6 Major Top-5s)
Marlene Bauer Hagge (1 Major, 26 LPGA-Siege)
Hisako Higuchi (1 Major, 2 LPGA-Siege, 69 LPGA Japan Siege)
Kel Nagle (1x Open, 6 Major Top-5s, 61 Australasian Tour Siege)
Christy O’Connor (20 European Tour Siege, 5 Major Top-5s)
Ayako Okamoto (17 LPGA-Siege, 44 LPGA Japan Siege)
Masashi Ozaki (94 Japan Tour Siege)
Judy Rankin (26 LPGA-Siege)
Chi Chi Rodriguez (8 PGA Tour Siege)
Charlie Sifford (2 PGA Tour Siege)
Marlene Stewart Streit (1x Amateur, 1x U.S. Amateur)
Carol Semple Thompson (1x Amateur, 1x U.S. Amateur)

Erdgeschoss (17 Mitglieder)

Die hier vorhandene Gruppe fällt unter das Motto „Kann, muss aber nicht“ und sie wird im kommenden Jahr um ein Mitglied größer. Als bekannt wurde, dass Fred Couples 2013 aufgenommen wird, kamen kritische Stimmen auf, die die Aufnahmekriterien der Hall of Fame hinterfragten. Gerade im Fall von Couples schien es darauf hinauszulaufen, dass es mehr eine Anerkennung seiner Popularität als seiner sportlichen Leistungen ist. Schließlich hatte er im Verlauf seiner Karriere lediglich ein Major und vierzehn weitere PGA-Tour-Events gewonnen – nicht gerade der Stoff aus dem man Heldenballaden schreibt. Auch die anderen 16 Spieler auf diesem Stockwerk liegen in einem ähnlichen Bereich – mit Ausnahme von Larry Nelson. Der Amerikaner hat immerhin drei Major-Erfolge auf seinem Konto und wäre damit eigentlich ein Kandidat für höhere Stockwerke. Doch schaut man sich seine gesamte Karriere an, hat er einen außergewöhnlich hohen Anteil an Majorsiegen. Insgesamt konnte er gerade mal sieben weitere Turniere gewinnen und in seinen 67 weiteren Major-Starts hatte er gerade mal fünf weitere Top-10-Ergebnisse – verglichen mit 15 verpassten Cuts im gleichen Zeitraum.

Mitglieder
Tommy Bolt (1x U.S.Open, 15 PGA Tour Siege, 8 Major Top-5s)
Jack Burke Jr (1x Masters, 1x PGA Championship, 16 PGA Tour Siege, 2 Major Top-5s)
Donna Caponi (4 Majors, 24 LPGA-Siege)
JoAnne Carter (2 Majors, 43 LPGA-Siege)
Fred Couples (1x Masters, 15 PGA Tour Siege, 11 Major Top-5s)
Beth Daniel (1 Major, 33 LPGA-Siege)
Roberto De Vicenzo (1x Open, 10 Major Top-5s)
Doug Ford (1x Masters, 1x PGA, 19 PGA Tour Siege, 4 Major Top-5s)
Tony Jacklin (1x Open, 1x U.S. Open, 8 European Tour Siege, 4 Major Top-5s)
Betty Jameson (3 Majors, 13 LPGA-Siege)
Sandy Lyle (1x Open, 1x Masters, 18 European Tour Siege)
Carol Mann (2 Majors, 38 LPGA-Siege)
Larry Nelson (1x U.S. Open, 2x PGA, 10 PGA Tour Siege, 3 Major Top-5s)
Henry Picard (1x PGA, 1x Masters*, 29 PGA Tour Siege, 5 Major Top-5s)
Marilynn Smith (2 Majors, 21 LPGA-Siege)
Hollis Stacy (4 Majors, 18 LPGA-Siege)
Curtis Strange (2x U.S. Open, 17 PGA Tour Siege, 6 Major Top-5s)

1. Obergeschoss (25 Mitglieder)

Auf dieser Etage finden sich einige Namen, die man vielleicht höher erwartet hätte. Johnny Miller beispielsweise, der nie müde wird als TV-Kommentator seine eigenen Leistungen zu würdigen. Oder Horton Smith, der bei jedem Masters erwähnt wird weil er zwei der ersten drei Austragungen gewann. Warum also sind sie hier? Beginnen wir mit Horton Smith. Was heute kaum einer mehr erinnern mag, ist, dass das Masters – oder das Augusta National Invitational wie es die ersten zwei Jahre hieß – bei weitem nicht den Stellenwert hat, den es heute genießt. Es war in der Bedeutung für die Spieler kein Major, es war nicht einmal ein Playoff-Turnier um den FedEx-Cup. Es war eher ein extrem gut bezahltes Einladungsturnier, und so wurde Horton Smith erst durch Revisionismus zum zweifachen Major-Sieger. Wenn man zu dieser Zeit ein viertes Major neben der Open, der US Open und der PGA Championship suchen möchte, würde die Wahl eher auf die Western Open als auf das Masters fallen.
Bei Johnny Miller wird man sich immer an seine 63 in Oakmont erinnern, die als eine der besten Runden in die Golfgeschichte einging. Doch insgesamt erzielte er nur zwei Majorsiege und seine 25 Triumphe auf der PGA Tour reichen nicht mal für die Top 20. Und auch wenn er von sich selbst behauptet er hätte in den 70ern phasenweise Golf gespielt, an das kein Golfer in der Geschichte heranreichte, ist seine Bilanz für die gesamte Karriere zwar gut, aber nicht überragend. Eher könnte man darüber nachdenken, ob man Jock Hutchison noch ein Stockwerk höher setzt. Der hat zwar offiziell nur zwei Major-Siege, gewann aber auch zwei Mal die wie oben beschrieben prestigeträchtige Western Open.

Mitglieder
Amy Alcott (5 Major, 29 LPGA-Siege)
Tommy Armour (1x Open, 1x U.S. Open, 1x PGA, 1x Western Open, 25 PGA Tour Siege, 3 Major Top-5s)
Dorothy Campbell Hurd (2x Amateur, 3x U.S. Amateur)
Harry Cooper (1x Western Open, 31 PGA Tour Siege, 7 Major Top-5s)
Ben Crenshaw (2x Masters, 19 PGA Tour Siege, 14 Major Top-5s)
Leo Diegel (2x PGA, 30 PGA Tour Siege, 8 Major Top-5s)
Chick Evans (1x U.S. Open, 1x Western Open, 2x U.S. Amateur)
Ray Floyd (1x Open, 1x PGA, 1x Masters, 22 PGA Tour Siege, 9 Major Top-5s)
Hubert Green (1x U.S. Open, 1x PGA, 28 PGA Tour Siege, 6 Major Top-5s)
Sandra Haynie (4 Majors, 42 LPGA-Siege)
Jock Hutchison (1x Open, 1x PGA, 2x Western Open, 14 PGA Tour Siege, 7 Major Top-5s)
Hale Irwin (3x U.S. Open, 20 PGA Tour Siege, 8 Major Top-5s)
Tom Kite (1x U.S. Open, 19 PGA Tour Siege, 15 Major Top-5s)
Lawson Little (1x U.S. Open, 2x Amateur Championship, 2x U.S. Amateur)
Gene Littler (1x U.S. Open, 1x U.S. Amateur, 29 PGA Tour Siege, 9 Major Top-5s)
Nancy Lopez (3 Majors, 48 LPGA-Siege)
Johnny Miller (1x Open, 1x U.S. Open, 25 PGA Tour Siege, 7 Major Top-5s)
Francis Ouimet (1x U.S. Open, 2x U.S. Amateur)
Se Ri Pak (5 Majors, 25 LPGA-Siege)
Paul Runyan (2x PGA, 29 PGA Tour Siege, 5 Major Top-5s)
Denny Shute (1x Open, 2x PGA, 16 PGA Tour Siege, 7 Major Top-5s)
Horton Smith (2x Masters*, 32 PGA Tour Siege, 5 Major Top-5s)
Lanny Wadkins (1x PGA, 1x U.S. Amateur, 21 PGA Tour Siege, 10 Major Top-5s)
Joyce Wethered (4x Amateur)
Craig Wood (1x U.S. Open, 1x Masters*, 21 PGA Tour Siege, 8 Major Top-5s)

2. Obergeschoss (23 Mitglieder)

Spätestens hier kommen wir in den Bereich der zweifelsfreien Hall of Famer. Alle hier vertrenen Namen haben mindestens drei Major-Titel und 15 Siege auf der European- oder PGA-Tour geholt (bzw. 6 Majors und 30 Titel auf der LPGA Tour) – mit sechs Ausnahmen: Jerry Travers, Walter Travis, Payne Stewart, José Maria Olazábal, Michael Bonallack und Bernhard Langer. Warum also diese Ausnahmen? Bei Payne Stewart ist es sein viel zu früher Tod, bei Bernhard Langer die Tatsache, dass er die zweitmeisten Siege in der European-Tour-Geschichte hat, und bei Olazábal, dass er zu seinen zwei Majors auch noch eine Amateur Championship holte. Die gewann der ewige Amateur Michael Bonallack gleich fünf Mal – eine Leistung, die ihm sogar einen Ehrentitel einbrachte. Wie er waren auch Travis und Travers Career-Amateure. Walter Travis holte drei Mal die U.S. Amateur und in seinem einzigen Start auch die Amateur Championship und galt für zeitgenössische US-Golfjournalisten als unschlagbar, während Jerry Travers seinen vier U.S.-Amateur-Triumphen 1915 als nur einer von fünf Amateuren auch die U.S. Open gewann.

Mitglieder
Sir Michael Bonallack (5x Amateur Championship)
Julius Boros (2x U.S. Open, 1x PGA, 18 PGA Tour Siege, 13 Major Top-5s)
Pat Bradley (6 Majors, 31 LPGA-Siege)
Glenna Collett-Vare (6x U.S. Amateur)
Jimmy Demaret (3x Masters*, 1x Western Open, 31 PGA Tour Siege, 10 Major Top-5s)
Henry Cotton (3x Open, 16 European Tour Siege, 4 Major Top-5s)
Ralph Guldahl (2x U.S. Open, 1x Masters*, 16 PGA Tour Siege, 5 Major Top-5s)
Juli Inkster (7 Majors, 31 LPGA-Siege)
Betsy King (6 Majors, 34 LPGA-Siege)
Bernhard Langer (2x Masters, 42 European Tour Siege, 9 Major Top-5s)
Cary Middlecoff (2x U.S. Open, 1x Masters, 40 PGA Tour Siege, 7 Major Top-5s)
Tom Morris Sr (4x Open, 9 Major Top-5s)
Bobby Locke (4x Open, 15 PGA Tour Siege, 8 Major Top-5s)
Greg Norman (2x Open, 20 PGA Tour Siege, 14 European Tour Siege, 18 Major Top-5s)
Jose Maria Olazabal (2x Masters, 1x Amateur, 23 European Tour Siege, 6 Major Top-5s)
Willie Park Sr (4x Open, 7 Major Top-5s)
Nick Price (1x Open, 2x PGA, 18 PGA Tour Siege, 9 Major Top-5s)
Patty Sheehan (6 Majors, 35 LPGA-Siege)
Vijay Singh (2x PGA, 1x Masters, 34 PGA Tour Siege, 6 Major Top-5s)
Payne Stewart (2x U.S. Open, 1x PGA, 11 PGA Tour Siege, 7 Major Top-5s)
Jerry Travers (4x U.S. Amateur)
Walter Travis (1x Amateur Championship, 3x U.S. Amateur)
Karrie Webb (7 Majors, 38 LPGA-Siege)

3. Obergeschoss (19 Mitglieder)

Die hier vertretenen 19 GolferInnen kann man ohne Zweifel als Elite Ihres Sports bezeichnen – auch wenn sie es nicht ganz in die Spitze der Pyramide geschafft haben. Bei den Damen ist mit Kathy Whitworth die siegreichste Spielerin auf der LPGA Tour vertreten, die mit ein paar mehr Major-Erfolgen sogar weiter oben zu finden wäre. Und mit Babe Zaharias gibt es ein sportliches Multi-Talent, das zusätzlich zu ihrem 10 Major-Siegen zwei Mal Leichtathletik-Gold bei Olympia holte.
Bei den Herren haben alle hier aufgeführten Spieler zwischen vier und sechs Majorsiegen geholt – Amateur Championships eingerechnet. Einzige Ausnahmen sind Billy Casper, der nur drei Majors holte aber mit 51 PGA-Tour-Titeln auf Platz sieben der ewigen Bestenliste liegt, sowie Lloyd Mangrum. Der gewann zwar offiziell nur ein Major, holte aber auch die Western Open und 36 PGA-Tour-Titel in einer Karriere, die vom Zweiten Weltkrieg beeinträchtigt wurde.
Auf der anderen Seite kann man darüber diskutieren ob nicht vielleicht ein Nick Faldo oder ein Seve Ballesteros in das oberste Stockwerk gehören. Es kommt sicher darauf an, wo man die Grenze ziehen will, aber der Abstand der beiden zu einem Tom Watson oder Harry Vardon ist größer als zu Lee Trevino oder selbst einem Phil Mickelson, der deutlich mehr Top-5-Ergebnisse bei Majors hatte als Faldo oder Ballesteros.

Mitglieder
John Ball jr (1x Open, 8x Amateur Championship)
Seve Ballesteros (3x Open, 2x Masters, 50 European Tour Siege, 10 Major Top-5s)
Jim Barnes (1x Open, 1x U.S. Open, 2x PGA, 3x Western Open, 21 PGA Tour Siege, 7 Major Top-5s)
James Braid (5x Open)
Billy Casper (2x PGA, 1x Masters, 51 PGA Tour Siege, 12 Major Top-5s)
Ernie Els (2x Open, 2x U.S. Open, 19 PGA Tour Siege, 27 European Tour Siege, 18 Major Top-5s)
Sir Nick Faldo (3x Open, 3x Masters, 30 European Tour Siege, 13 Major Top-5s)
Harold Hilton (2x Open, 4x Amateur Championship, 1x U.S. Amateur)
Lloyd Mangrum (1x U.S. Open, 1x Western Open, 36 PGA Tour Siege, 16 Major Top-5s)
Phil Mickelson (1x PGA, 3x Masters, 1x U.S. Amateur, 40 PGA Tour Siege, 18 Major Top-5s)
Tom Morris Jr (4x Open)
Betsy Rawls (8 Majors, 55 LPGA-Siege)
Gene Sarazen (1x Open, 2x U.S. Open, 3x PGA, 1x Masters, 1x Western, 39 PGA Tour Siege, 17 Top-5s)
Louise Suggs (11 Majors, 58 LPGA-Siege)
J.H. Taylor (5x Open, 12 Major Top-5s)
Peter Thomson (5x Open, 26 European Tour Siege, 7 Major Top-5s)
Lee Trevino (2x Open, 2x U.S. Open, 2x PGA, 29 PGA Tour Siege, 9 Major Top-5s)
Kathy Whitworth (6 Majors, 88 LPGA-Siege)
Babe Zaharias (10 Majors, 41 LPGA-Siege)

Penthouse (15 Mitglieder)

Hier findet sich die Crèma-de-la-Crème des Golfsports. 15 Mitglieder hätten sich bisher die Platzierung im Olymp der World Golf Hall of Fame verdient. Über die meisten von ihnen wird es keine Diskussionen geben: Jack Nicklaus, Bobby Jones, Arnold Palmer, Ben Hogan, Sam Snead, Walter Hagen, Byron Nelson und Gary Player auf der Herren-Seite sind ebenso unbestrittene Legenden wie Mickey Wright, Patty Berg und Annika Sörenstam bei den Damen. Doch eine Hall of Fame lebt auch von Überraschungen und dazu würde sicher die Eingliederung von Allan Robertson und Willie Anderson in dieser höchsten Kategorie zählen. Es sind Namen, die heute selbst Golf-Fans nicht mehr viel sagen, begannen ihre Karrieren doch bereits im 19. Jahrhundert.
Willie Anderson, der zwischen 1901 und 1905 vier Mal die U.S. Open gewann, stellte dabei einen Rekord auf, der bis heute Bestand hat: niemand vor oder nach ihm gewann den Titel drei Mal in Folge. Hinzu kommt, dass Anderson auch noch vier Mal die prestigeträchtige Western Open gewann. Doch warum er hier hin gehört, illustriert am Besten eine andere Zahl: Bei 14 Major-Starts landete er elf Mal in den Top 5.
Solche Werte kann Allan Robertson nicht aufweisen: denn zu seiner Zeit gab es noch keine Majors. Tatsächlich ist der Schotte, der als der führende Ballmacher seiner Zeit arbeitete, der Grund, dass es überhaupt eine Open Championship gibt. Mitte des 19. Jahrhunderts war er auf der Insel unbestritten der beste Golfer weit und breit. Als er 1859 starb, wurde ein Jahr später in Prestwick die Open Championship ausgerufen – nur um herauszufinden, wer denn nun der beste Golfer sei nachdem Robertson nicht mehr unter ihnen weilte.

Mitglieder
Willie Anderson (4x U.S. Open, 4x Western Open, 7 Major Top-5s)
Patty Berg (15 Majors, 60 LPGA-Siege)
Walter Hagen (4x Open, 2x U.S. Open, 5x PGA, 1xMasters*, 5x Western, 45 PGA Tour Siege, 13 Top-5s)
Ben Hogan (1x Open, 4x U.S. Open, 2x PGA, 2x Masters, 3x Western, 64 PGA Tour Siege, 13 Top-5s)
Bobby Jones (3x Open, 4x U.S. Open, 1x Amateur Championship, 5x U.S. Amateur)
Byron Nelson (1x U.S. Open, 2x PGA, 2x Masters*, 1x Western, 52 PGA Tour Siege, 13 Major Top-5s)
Jack Nicklaus (2x Open, 4x U.S. Open, 5x PGA, 6x Masters, 73 PGA Tour Siege, 38 Major Top-5s)
Arnold Palmer (2x Open, 1x U.S. Open, 4x Masters, 1x Western, 62 PGA Tour Siege, 19 Major Top-5s)
Gary Player (2x Open, 1x U.S. Open, 2x PGA, 3x Masters, 24 PGA Tour Siege, 14 Major Top-5s)
Allan Robertson
Sam Snead (1x Open, 3x PGA, 3x Masters*, 2x Western, 82 PGA Tour Siege, 19 Major Top-5s)
Annika Sörenstam (10 Majors, 72 LPGA-Siege)
Harry Vardon (6x Open, 1x U.S. Open, 11 Major Top-5s)
Tom Watson (5x Open, 1x U.S. Open, 2x Masters, 39 PGA Tour Siege, 17 Major Top-5s)
Mickey Wright (13 Majors, 82 LPGA-Siege)

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